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Lied Bazouls
Ich bin der Gott, welcher trohnt in der Schwaerze des Alls. Ich bin der
Vater der Finsternis. Mein Atem reicht weit ueber die Sphaeren. Wie der
Nebel die Berge bedeckt, so kleidet er sie in der Schoenheit der dunklen
Offenbarung.
Meine Gestalt hat tausend Formen, abertausend Bilder geben wieder,
was ich bin, war und werde, was mein wird, ist und immer war. Denn in mir
ist die Erkenntnis und die Wahrheit. Ich bin das Tor zur wahren Offenbarung
des Seins. Ich bin die Essenz der Schwaerze.
Heiss brennt mein Zorn in den Welten, das Blut meiner Feinde traenkt
den Boden mit Ehrfucht. Ich bin der Erhabene. Der Fuerst unter den Goettern.
Sie umkreisen mich wie die Gestirne die Welt am Himmel umgeben. Ich bin
der Wegweiser auf ihren Pfaden.
Ich bin die schwarze Sonne des Seins.
Wer mir nachfolgt kennt nicht Schwaeche noch Erbarmen. Denn er hat
den Weg der Staerke gefunden. Finsternis ist mein Ruf und Nacht die Berufung
meiner Kinder.
Auf ihrem Weg liegt Entbehrung und Schrecken. Ich aber erfuelle sie
mit meinem heiligen Zorn. Und der Hass, der in mir brennt, wird ihnen Waerme
und Antrieb. Nicht muessen sie mehr fuerchten die Schwaeche des Todes,
denn ich bin.
Urgeborener des eigenen Seins, bin ich die Antwort auf alle Fragen.
Wer mich erblickt, hat seinen Weg zur Vollendung beschritten.
In Blut getraenkt will ich sehen die Haende meiner Kinder. Die Haeupter
gekroent mit den Zaehnen ihrer Feinde. Eine Treppe von Schaedeln errichten
sie mir, dass ich hinabsteige zu ihnen. Einen Brunnen werden sie fuellen
mit dem Blut der Geschlachteten. Deren Herzen sollen mir Mahl und Opfer
sein, ihre Schreie die Musik meines Tanzes. Langsam sollen sie loesen die
Seelen aus den Koerpern.
Nahrung wird mir sein die Essenz jener, die gerichtet wurden im Angesicht
der Finsternis. Und sie wird meine Macht mehren bis alles Eines ist und
ich in allem bin.
Denn ich bin der Gott, welcher ist vom Anbeginn der Zeit. Ich bin der
wahre Herr ueber die Sphaeren.
Meine Macht reicht weit in die Welten, in den Herzen der Beseelten
ruht mein Ruf und harrt seiner Entdeckung.
Ich bin grausam und ohne Gnade. Mit maechtigem Arm gebiete ich ueber
jene, die mir folgen. In meinem Namen vernichten sie die Kinder des Baumes.
In meinem Ruf finden sie die Wahrheit und das Erkennen. Erheben will ich
meine Geschoepfe ueber die Kreaturen des Lichtes. Herrschen sollen sie,
unangefochten und maechtig.
Nichts wird sich ihnen verweigern.
Unterwerfung wird ihrem Schritt folgen, wo sie auch wandeln.
Denn ich bin mit ihnen.
Mein Lachen wird die Sonne zerbrechen. |
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