Wenzinger Bote 1 Quartal 03
Wenzinger Bote 1 Quartal 03
STEPHANUS VON DAMENSEE ZUM PONTIFEX DER ZENTRALMARK GEWEIHT
(Lichtenfels) In einer feierlichen Messe im Lichtenfelser Dom,
weihte seine
Heiligkeit am Tage des Seligen Kurons, seine Gnaden Graf Stephanus
von
Damensee zum Pontifex der Zentralmark. Stephanus von Damensee, der
grade
erst von der Seite seiner Majestät aus dem Heiligen Krieg
zurückkehrte, war
bereits Pontifex der Zentralmark bis er im Jahre 1199 auf dieses Amt
verzichtete und später in den Heiligen Krieg zog. Nachdem das Amt
seit dem
frühen Tode seines Nachfolgers seiner Eminenz Ulrich von Kahlöd
zwölf Monate
verweist war, sprach seine Heiligkeit in der Predigt von der
Rückkehr, eines
auf Pilgerfahrt gegangenen Sohnes, in das Haus seines Vaters.
RICHARD VON HOHENTHANN RÜSTET AUF
(Hohenthann) Richard von Hohenthann ließ verkünden das er im Begriff
sei
große Mengen an Waffen zu erwerben, um damit die Erfüllung seiner
Lehnspflicht zu gewährleisten. Dafür würden zwar erhebliche Kosten
anfallen,
aber er fühle sich, in demütigen Glauben an den Herrn, verpflichtet
das
Murminger Land in Abwesenheit der Heldenhaft gegen den orkischen
Feind
ziehenden Landstände zu verteidigen, damit kein Haus oder Feld an die
Gottlosen fallen möge.
WANDELNDER TOD IN VINKENBERGEN
Aus dem vinkenbergener Hergertsberg erreichen uns Gerüchte darüber,
was
viele Stimmen schon befürchteten, seit die Sieche ausbrach: Die
Opfer der
Seuche, unverbrannt auf Strassen und Feldern liegen gelassen, stehen
wieder
auf und beginnen zu wandeln.
Wenzinger Bürger in Vinkenbergen und angrenzenden Gebieten,
verschliesst des
Nachts gut eure Türen und Fenster und behütet eure Familien!
Wieder einmal zeigt es sich, dass der brave Wenzinger recht tut, die
Verblichenen zeigefällig zu verbrennen und so ihre Seelen vor dem
Herrn der
Finsternis zu schützen!
KÖNIG UDOLPH UNIVERSITÄT ERÖFFNET
Winterberg/Murmingen: In einer feierlichen Zeremonie wurde am 26.
Vinheik
dieses Jahres die erste Universität unseres Landes im Refektorium
des St.
Roger-Klosters in Winterberg eröffnet. Der neu bestellte Kanzler der
Universität, Seine Eminenz Fresenius reiste eigens aus Wolkenstein
an und
hielt die Eröffnungslaudatio. Die drei Fakultäten, die
Artistenfakultät, die
Juristenfakultät und die Theologenfakultät werden von insgesamt acht
Magistern betreut und bieten Studienmöglichkeiten für zweihundert
Studenten.
Dieses moderne Werk wenzinger Schaffens und Bildung wurde durch
großzügige
Stiftungen Seiner Majestät des Königs und unseres Reichsverwesers,
sowie der
Bruderschaft möglich gemacht.
DAMENSEER GRENZEN BLEIBEN NUR ZUM TEIL DICHT
(Damensee/Laurenz) Wie aus dem Palst seiner Gnaden des Grafen von
Damensee
verlautet, bleiben die Grenzen nach Rosenstein vollständig, sowie
nach
Laurenz teilweise geschlossen. Nach anfänglichen Protesten habe wohl
auch
seine Hoheit, der Herr Reichsverweser eingesehen, dass die
Grenzschließung
eine sinnvolle und wirksame Maßnahme ist, der Bleichen Sieche
Einhalt zu
gebieten. Die Damenseer Grenzen nach Bürgel hin wurden jedoch
geöffnet, da
dort, so ein Sprecher des Grafen, keine Gefahr bestehe. Es gäbe zwar
verschärfte Kontrollen, jedoch sind die Grenzschließungen des
Elbenhain und
des Eisenstein Garant für einen weitestgehend Seuchenfreien
Nordwesten
Wenzingens. Schwierigkeiten gibt es so wohl lediglich noch, was die
Wasserwege im Königreich anbelangt. Die Damenseer Marine blockiert
auf
Anweisungen des Pontifex der Zentralmark, Graf Stephanus von Damensee
weiterhin den Rheynabfluss, da die Grafschaft Rosenstein den
Reparationsforderungen ob der widerrechtlichen und durch nichts zu
entschuldigenden Blockade bislang nicht nachgekommen ist. Die
Grafschaft
Damensee fordert von Rosenstein eine Entschädigungszahlung in einer
dem
Wenzinger Boten unbekannten Höhe, sowie eine dreijährige
Zollfreiheit auf
dem Rosensteiner Rheyn für alle Damenseeschen Handels- und
Ausflugsschiffe.
MONAT DER ERLEUCHTUNG
Im dritten Monat des Jahres 1203 hat Herzogenried doch endlich eine
Zei-Kapelle erhalten. Sie wurde vom Freiherr Friedrich von Wogborn
gestiftet. Leider wurde dieser Tag durch die Sieche getrübt, so
fehlte die
Priesterin des Roman, da sie die Grenzen der Finsterwälder zu
Leidminderung
bereist. Desweitern wurde das erste Heilerhaus der Heilergilde zu
Warstadt
in Herzogenried eröffnet, in welchen jedoch gleich zwei Religionen
ihren
Segen geben. So wird die Rechte Seite von einem Yanurie Schrein
verziert,
während die Linke durch einen Roman Schrein hervorsticht. Anzumerken
sei
noch der Dank der Heilergilde an den Bäckermeister Bernd Brot für die
Stiftung des Yanurie Schreins, sowie an Herrn Unterberg für die
Stiftung des
Roman-Schreins.
GRÄFLICHER MARINEHAFEN WIRD AUSGEBAUT
Der Gräflich Damenseeische Marinehafen vor Königsbrück am Damensee
wird im
Laufe der nächsten Monate ausgebaut werden. Durch entsprechende
bauliche
Maßnahmen sollen die gräflich Damenseer Schiffe schneller zu
bemannen sein.
Zudem sollen einige Engstellen erweitert werden. Auch die
Hafengebäude
werden ausgebaut, um den neuen, gestiegenen Anforderungen gerecht zu
werden.
Im Rahmen des Rotationsplanes übernimmt mit Beginn des nächsten
Monats der
von der Damenseer Admiralität als 'harter Hund' bezeichnete Kapitän
Johann
Mausfeder, der bereits den Wenzinger Flottenverband vor Iberiol
anführte,
und Zeitweise Kapitän der Stolz von Damensee war.
HOLZSCHWERTER FÜR HOHENTHANN
Wie seine Gräfliche Gnaden, Stephanus von Damensee höchstselbst
bekannt
geben lässt, werden in den kommenden Tagen wie Wochen größere
Kontingente
ausgemusterte Holzschwerter und Übungswaffen der Damenseer
Streitkräfte in
die Thanner Lande geschickt, um den Wehrlosen Soldaten in jenen
Landen einen
Grundstock an Übung mit Waffe und Wehr zu gewährleisten. Besonders,
so seine
Gnaden, seien die Orte Hausen im Thale, Weilerts und Ortrand zu
erwähnen,
die in großen Sammlungen reichlich Holzwaffen für die Murminger
Freunde
gesammelt haben.
WEIERSBACHRENNEN OHNE MURMINGER BETEILIGUNG
(Oschenheim, Sport) Nach der Verlegung des Weiersbachrennens fand
dieses nun
schließlich und endlich Anfang des Monats in der FMO statt.
Titelverteidiger
und Favorit Uffenheim Unterlag im Rennen der erstmals antretenden
Mannschaft
aus Nimhuscheid. In diesem Jahr fand das Weihersbachrennen erstmals
ohne
Murminger Beteiligung statt.
GREIF VERHUNGERT!
(Valarioth) Wie der Wenzinger Bote aus sicherer Quelle erfuhr, ist
der Greif
des im letzten Sommer in Vinland gefallenen Prinz Hagen
Schattenstürmer
kürzlich verstorben. Das Tier verhungerte in den Hallen der Festung
des
verstorbenen Herrschers. Die besten Medici des Landes sind nochimmer
ratlos,
warum der Greif jegliche Nahrung verweigerte. Wie es scheint,
lastete der
Verlust seines Herrn zu schwer auf diesem armen Tier.
NEUES WERK DER GESCHICHTSKUNDE
(Bürgel) In einer Zeit, wie der unseren, einer Zeit des stetigen
Wandels und
des raschen Fortschrittes ist es nun an uns auch einmal zurück zu
blicken.
Nun erschien zum Thema Historie ein Buch, welches von Wehr und
Tracht aus
grauer Vorzeit berichtet: "Soldatenleben unter Pegaron". Das reich
illustrierte Werk des Bürgeler Historikers Gerri Bembelton fand
schon kurz
nach Erscheinung viel Beachtung in Adels- Militär- und
Fechterkreisen.
FEUER IN HERZOGENRIED
(Herzogenried, Laurenz) Am Morgen des 17.03.1203 wurde die
Bevölkerung
unsanft, durch den Klang der Feuerglocke des Gutshauses der von
Wogborns, in
ihrer Arbeit unterbrochen. Es dauerte Fast eine Stunde den Brand zu
löschen. Hierbei muss Dank an den Bäckermeister Bernd Brot für seine
besondere Hilfe ausgesprochen werden, stellte er doch alle Gehilfen
zur
Feuerbekämpfung, sowie an Leskar Rotenburg welcher die Pferde des
Guts und
einen der Getreuen Diener aus dem Feuer rettete. Friedrich von
Wogborn gab
keine Auskunft über die Brandursache, jedoch berichtet er, dass das
Archiv
vollständig ausgebrannt sei.
Aufruhr in Murmingen
So viel ist seit dem letzten Erscheinen unseres Blattes im
westlichsten Teil
unseres Heimatlandes geschehen das es uns schwer fällt die
Geschehnisse
anders als in chronologischer Reinfolge wiederzugeben. Daher bringen
wir die
folgen Berichte unseres Korrespondenten Ferdinand Tempelweyh in der
Reihenfolge in der sie uns erreichten.
1. Tag
Große Unruhe erfasste dieser Tage den ansonsten als eher träge
geltenden
Murminger Landmann. Heißt es doch ein Raubritter treibe sein Unwesen
in der
Gegend um Winterberg und erdreiste sich gar die Handelszüge aus dem
nun
nicht länger blockierten Bussack anzugehen. Auch in den restlichen
Wenzinger
Landen dürfte diese Entwicklung Anlass zur Sorge geben, wartet doch
ein
jeder darauf, das wieder das bussacker Salz auf den Tisch kommt.
Auch die
Bruderschaft des Zei äußerte sich besorgt, sei es doch fraglich, ob
ohne
Salz zur Konservierung eine Versorgung der notleidenden Bevölkerung
von
Vinkenbergen überhaupt möglich sei. Die Landstände kündigten an hart
durchzugreifen.
5. Tag
Wie ein Lauffeuer ging das Gerücht von Ohr zu Ohr, der Raubritter des
Winterbachtals sei kein anderer als der Graf von Odorf! Scheinbar
will der
verarmte Adelige nun das was er durch Unvernunft und Prasserei
verloren hat
auf solch überaus Zei-ungefällige art und weise wieder an sich
bringen.
Gerüchte machen gar die Runde er wolle eine Armee aus Oschenheimer
Landsknechten ausheben um so seinen ehemaligen Besitz, die Stadt
Winterberg
anzugreifen. In Winterberg soll in Abwesenheit des dortigen
Bürgermeisters,
der Zunftmeister der Schutzleistenden Hagen Zornbrecht mit der
Sammlung der
Wehrfähigen Männer und Frauen betreut worden sein. Die murminger
Landesbank
setzte für den Fall das diese Vorwürfe sich als wahr erweisen
sollten eine
Belohnung von 100 Otschen auf die Ergreifung des Schurken aus.
15. Tag
Augenzeugenbericht eines Damensee`schen Kriegsmannes in Diensten der
Stadt
Murmingen: Wir waren mit einem Wagenzug aus Bussack aufgebrochen,
genau so
einem in dem sie immer das Salz transportieren, aber wir wussten
genau das
er voll mit Beute aus Bussack waren, zumindest dachten wir das.
³Wegen dem
Räubergrafen waren wir verstärkt worden und bewachten mit insgesamt
drei
Gleven den Zug. Uns war ein wenig mulmig zu Mute, wegen der
Geschichten, das
der Blutgraf die die er fängt an die Bäume hängt und ausweidet, aber
unser
Weibel schien guten Mutes zu sein. Als wir nach zwei Tagen endlich
die roten
Berge des Rotschopfgebirges verliessen, kam der Feind. Sicherlich 40
Berittene hatte der Kerl unter sich versammelt, davon die Hälfte in
guter
Ausrüstung. Wir waren schon drauf und dran unsere Waffen wegzuwerfen
aber
der Kasimir Riemenschneider, unser Weibel packte seine Helmbarte und
schlug
auf eines der Fässer ein. Da brachen die Dinger auf und Leute kamen
raus,
mehr als wir waren. Wir hatten Menschen transportiert,
Schutzleistende,
schwer bewaffnet. Kaum waren die aus den Fässern, war auch schon ein
Drittel
von den Anderen tot. Die Jungs und Mädels standen in den
Aufgeklappten
Fässern und schossen was das Zeug hielt, während wir die Reiter ganz
gemütlich mir unseren Spießen in Schach hielten. Als dann die Leute
des
Grafen das Hasenpanier ergriffen, rannten auch noch ein paar von den
verrückten hinterher in den Wald und ließen sich nicht abschütteln
bis wir
fünf Tage später mit allen 150 Mann aus Bussack angerückt kamen und
sie aus
ihren Wäldern trieben bis in die Felsenburg von dem Alamohadenknecht
hinein.
23. Tag
Nicht einmal vier Wochen nachdem der Graf von Odorf, der schon seit
mehreren
Jahren seinen alten Titel nicht mehr führen darf, sondern nurmehr ein
Freiherr ist, zum ersten Mal einen Wagenzug überfallen hatte, stehen
nun
Murminger Truppen vor seinem Versteck und beginnen diese zu belagern.
Überall stehen die Zelte und Banner der Frauen und Männer aus den
murminger
Landen, Zunftleute, Bergmannsgilden, Soldknechte die aus Bussack
zurückgekehrt waren und auch sonst viel buntes Volk. Waren
ursprünglich etwa
200 Kriegsleute gegen die als uneinnehmbar geltende Bergfestung des
Grafen,
am weißen Felsen bei Odorf gezogen, hatte sich die Zahl mittlerweile
vervierfacht, ohne das dabei mehr Waffen hinzugekommen wären. Auch
die
Odorfer haben sich längst schon ihren Landsleuten angeschlossen.
Andererseits meinen viele der Blutgraf habe ebenso viele Söldner in
seiner
Burg die er mit dem geraubten Salz bezahlt habe.
37. Tag
Seit zwei Wochen versuchten die unseren schon unter unserem
Hauptmann Hagen
Zornbrecht sich einen Weg in die Höhle dieses diebischen Fuchses zu
bahnen,
doch jedes Mal erwiesen sich die Wege als zu schmal und die Zähne des
Fuchses als zu scharf. Auch ein Katapult das erbaut wurde war nicht
kräftig
genug, die gemauerten Befestigungen der Höhlenburg von Odorf zu
erschüttern.
Mit einem Mal kam aber große Aufregung in unser Lager, es hies der
junge
Graf von Odorf, Ludovico sei unterwegs seinen Vater zu entsetzen.
Und in der
Tat kam er rittlings auf einem riesigen Fuhrwerk sitzen ins Lager,
das von
acht Ochsen gezogen wurde, doch an seiner Seite kein ausländisches
Söldnerpack sondern die Mädels und Jungs von der Bauhütte der
winterberger
Triskedrale. Als sie die Segeltuchbahnen von dem Gefährt zogen
konnte eine
jeder die Teile eines riesigen Tribocks erkennen. Der Junggraf
sprang nun
auf den Wurfarm der Kriegmaschine und rief: "Murminger! Wir alle
sind freie
Leute und keiner von uns darf einen Tyrannen dulden! Dieser Tribock
wird nun
die Freiheit auch in den dunkelsten und kältesten Winkel unserer
Heimat
schleudern!" Daraufhin wurde unter großem Jubel und Anteilnahme der
Anwesenden die Wurfmaschine errichtet. Bis zu Abend hatte sie schon
die
ersten Löcher in die Mauern der Höhlenburg gerissen und am dritten
Tag
versuchten die mittlerweile verzweifelten Belagerer einen nächtlichen
Ausfall, der aber im Lager der Wenzinger gestoppt werden konnte. Der
Graf
Nepomuk von Odorf aber empfing den tödlichen Stoß vom Schwerte seines
Sohnes, der sein eigen Blut für die Freiheit Murmingens vergoss.
Seit diesen
Tagen gibt es kaum einen beliebteren Mann Landaus, Landab als
unseren jungen
Herrn Ludovico von Odorf, dem Helden vom weißen Felsen.
Verlagssonderveröffentlichung: BEKANNTGABE AUS SCHÖNTHAL
Die Freifrau von Schönthal und der Oberst von Blauenthal geben
bekannt, dass
die herzögliche Akademie zu Warstadt nunmehr Rekruten für die
Schönthaler
Armee ausbildet. Es werden zudem noch weitere Freiwillige aus
Laurenz zur
Ausbildung gesucht. Interessenten wenden sich bitte an die
Kommandatur der
Stadt Blauenthal oder an die Akademie zu Warstadt.
EILBERICHT AUS MURMINGEN!
Wie erst kurz vor Redaktionsschluss bekannt wurde, hat unser
gnädigster
Reichsverweser Viktor von Laurenburg den Kriegszug wider den Orken im
benachbarten Lork befohlen. Zu Murmingen habe anfang April eine
Heerschau
stattzufinden zu der die Länder Eisenstein, Bürgel und Murmingen ihre
Truppen zu entsenden habe. Der ausgegebenen Ordonnanz nach haben sich
mindestens 1500 Kämpfer zu versammeln. Angesichts dieser Zahlen
fürchten
Beobachter, der Kriegszug könnte mit größten Risiken verbunden sein.
Aus
gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete allerdings der mit
den
Vorbereitungen beauftragte winterberger Bürgermeister Helmbrecht
plane
neuartige Waffen gegen den Ork einzusetzen. Unser Korrespondent wird
selbstverständlich bei der Heerschau zugegen sein, geht man doch
davon aus,
das der Erfolg dieses Engagements in unserem Nachbarland
entscheidend sein
könnte für eine Modernisierung des Wenzinger Heereswesens.
GENESUNG DES GERMUNT-ALWIS
(Schirmeck, Damensee) - Das Familienoberhaupt derer von
Schirmeck-Streitberg-Lohrerwiesen, das bis vor kurzem noch unter
einer
schweren und seltenen Krankheit litt scheint sich nach unseren
Berichten
wieder guter Gesundheit zu erfreuen. Denn dem Boten wurde aus
verlässlicher
Quelle zugetragen, daß sich Germunt-Alwis sowie einer seiner Söhne,
Ragnick
von Schimreck-Streitberg-Lohrerwiesen, auf dem kürzlich beendeten
Reichstag
befanden. Desweiteren bestätigt die Anwesenheit von Germunt-Alwis
die bis
dato noch unbestätigte Gerüchte dass sich Philipp von
Schirmeck-Streitberg-Lohrerwiesen, der jüngste Sohn des Freiherrn,
spurlos
verschwunden sei. "Der alte Schirmeck" wie er im Familien und engen
Kreisen
gerne Liebevoll genannt wird muss sich zwar bis dato noch mit einem
Stock
fortbewegen, aber wir sind ebenso wie seine Familie guter Hoffnung
das sich
dies bald wieder ändern wird und dies kein bleibender zustand wird.
Der Wenzinger Bote wünscht GUTE BESSERUNG
VERSTÄRKUNG FÜR DEN ORKENWALL
(Streitberg, Damensee) - Vor einigen Tagen trafen am Orkenwall
wieder etwa
50 neue Soldaten ein die im Rahmen ihrer Wehrpflicht nun ihre
Restdienstzeit
am Orkenwall ableisten. Im Zuge dieser Truppenverlegung wurden auch
wieder
wie üblich zum 1. Ebwetin die neuen Rekruten aus der Nordmark zwecks
Ableistung
ihrer Grundausbildung nach Streitberg einberufen. Eine weitere
Meldung um
das Hause Schirmeck-Streitberg-Lohrerwiesen lässt aufhorchen. Wie
wir aus
wie immer gut informierten Quellen erfahren haben, wurden vor kurzem
aus
der Heimatfeste derer von SSL Truppenverbände gen Laurenz entsandt,
diese
Truppen schienen dem Banner nach zu Urteilen die persönliche Garde
des
"alten Schirmeck" sowie weitere reguläre Soldaten zu sein. Die
Truppen
standen unter vollen Waffen und bewegten sich in gleicher Richtung
auf die
laurenzischen Grenzen zu.
ZWERGE IN DAMENSEE GEEHRT
(Schirmeck, Damensee) Kürzlich wurde in Damensee eine hinter dem
Orkwall
agierende Zwergeneinheit durch Marodierende Orkhorden angegriffen
und fast
aufgerieben. Trotz schwerer Verluste war es den Zwergen möglich
zurück auf
die "Sichere" Seite des Orkwalls zurückzukehren und Bericht zu
erstatten.
Nachdem die Zwerge das Lazarett wieder Verlassen konnten wurden
diese durch
Faroin von Schirmeck-Streitberg-Lohrerwiesen förmlich für ihren
mutigen
Dienst geehrt. Desweiteren wurden einige Trupps ausgesandt um so
viele der
gefallenen Zwergischen Kammeraden zu bergen und in die Heimat zu
überstellen. Die ganze Nordmark trauert um die gefallenen Zwerge.
DAMENSEE SCHENKT BÜRGEL 100 LEIBEIGENE
Ihre herzogliche Hoheit Daria von Bürgel liess verkünden, dass 100
Leibeigene aus dem Alamohadenland aus dem Besitz des Grafen von
Damensee in
ihren übergegangen seien. Die Unterbringung dieser Leibeigenen wird
nicht in
Obermärkisch Fichtholz am Brunn erfolgen. Nördlich des Herzogssitz
wurde
vorerst ein Lager errichtet, von der Prinzessin auf "Meins³ getauft,
in dem
sie untergebracht werden.
KEINE LAURENZER EIER
Die berühmten Laurenzer Farbeier werden knapp werden, so berichtet
man uns.
Da diese Eier in Vinkenbergen bemalt und gefärbt wurden ist dieser
Schritt
nur allzu verständlich, dennoch bedauerlich, da einerseits wir alle
auf die
wundervollen und kunstvoll bemalten Köstlichkeiten verzichten müssen,
andererseits ein beliebter Nebenverdienst für Vinkenberger Familien
wegfällt. So wird diese vom Schicksal getroffene Gegend weiter durch
die
Sieche geschädigt. Wir alle können nur beten und hoffen, dass diese
schreckliche Krankheit bald besiegt ist, und wir alle nicht länger
auf
unseren gewohnten Lebensablauf verzichten müssen.
TRAUER IN SCHÖNTHAL
(Schönthal, Laurenz) Ernst-August von Blauenthal, Freiherr von
Schönthal ist
im Heiligen Krieg im Kampf gegen die Sa'uren gefallen. Seine Tochter
Elyanor
Madeleine zu Freyberg-Lichtenau-Wied übernimmt nunmehr die
Verwaltungsaufgaben des Vaters und dessen Titel. Das Geschlecht der
Blauenthals betrauert nunmehr, nach dem Tod von Benedikt zu
Freyberg-Lichtenau-Wied, den zweiten Toten in der Familie. Völlig
überschattet von den tragischen Nachrichten war die erste offizielle
Amtshandlung der Freifrau zu Schönthal: die Grundsteinlegung für ein
Waisenhaus im Stadtpark von Blauenthal. Die Verwaltung von Schönthal
gibt
bekannt, dass in dem Waisenhaus eine Mädchenschule untergebracht
werden
soll, die die Ausbildung von jungen Frauen und Mädchen aus
mittellosen
Familien gewährleisten soll.
BLAUENTHAL ERWEITERT TUCHHANDEL
(Blauenthal, Laurenz) Es wird verkündet, dass Tuch aus Blauenthal
jeglicher
Art und Qualität nunmehr in ganz Wenzingen verfügbar sein wird. Die
Lieferung der Ware wird aufgrund organisierter und geschützter
Handelszüge
innerhalb und außerhalb des Königreiches gewährleistet.
Der Blauenthaler Tuchhandel sieht neuen glorreichen Zeiten entgegen,
so der
Verwalter der Stadt.
SPENDE DER FREIFRAU VON SCHÖNTHAL
(Schönthal, Laurenz) Die Freifrau von Schönthal lässt bekannt geben,
dass
10% der Kelter Getreideernte dieses Jahres als Spende für die
Familien der
etwaigen Siechenopfer in Laurenz zu Verfügung gestellt werden.
SCHARMÜTZEL AM ORKENWALL - PFALZGRÄFIN VERWUNDET!
(Quellstein, Damensee)
Saria, Pfalzgräfin von Quellstein, wurde bei einem Scharmützel am
Orkenwall
am 26. Tag des Zweiten Monats verletzt, aus unseren Quellen geht
hervor
dass das Pferd der Dame von Quellstein bei einem kleinen Gefecht am
Orkenwall von einem verirrten Pfeil getroffen wurde worauf es
durchging,
die Dame von Quellstein wurde so von ihren Begleitern getrennt und
hinter
die feindlichen Linien getragen wo das Pferd stolperte und auf die
Gräfin
stürzte, doch dem behertzten Eingreifen der Quellsteiner Löwen, einem
Bürgermilitztrupp, gelang es zu der leicht benommenen Pfalzgräfin
durchzubrechen und so eine Gefangennahme oder schlimmeres zu
verhindern.
Laut Berichten versorgte die Gräfin erst die Wunde eines Gardisten
und
machte sich anschließend daran ihr Pferd zu versorgen. Bis auf eine
angebrochene Rippe, Quetschungen und einer leichten Schwertwunde am
Oberarm
geht es der Gräfin den Umständen entsprechend gut. Tags darauf soll
sie
schon wieder im Sattel gesessen haben um bei der jährlichen
Quellsteiner
Schafszählung anwesend zu sein. "Zei hält schützend seine Hand über
mich"
sagte sie auf Fragen nach ihrem Sturz. Auch sei zu erwähnen, dass der
Hofheiler der Gräfin sich zur Zeit auf einer Reise an die Grenzen
Finkenbergens befindet um die dortige Lage zu prüfen. Mit sich führt
er
zwei Wagen mit Decken und Lebensmitteln die die Dorfbevölkerung
Quellsteins
zusammengetragen hat sowie drei Fässern des Quellsteiner Heilwassers
der
Jendara-Quelle.
ERDBEBEN AN DER DAMENSEER NORDWESTGRENZE
(Quellstein)
Am Dritten Tag des dritten Monats 1203 kurz nach Sonnenaufgang bebte
in
Quellstein nahe der Grenze der Orklande die Erde. Eine Spalte von
knapp 2
Schritt Länge tat sich auf aus der für 3 Stunden schwarzer Rauch
aufstieg. Alchemisten der Gräfin untersuchen diese Phänomen, das
Gebiet um
die Spalte wurde weiträumig gesperrt um möglicherweise giftige
Dämpfe von
der Bevölkerung fern zu halten. Noch liegen keine Erkenntnisse vor,
doch
scheint der Rauch keine gesundheitsschädigende Wirkung zu haben,
trotzdem
wurde die Spalte versiegelt und der Bereich weiterhin wegen
Einbruchgefahr
gesperrt. Man hört von einem Gutachter aus Eisenstein der zur
Beratung
herangezogen werden soll. Genaueres steht zum jetzigen Zeitpunkt
noch nicht
fest.
Verlagssonderveröffentlichung: DANKSAGUNG
(Thanner Lande) Allen Bürgern und Bürgerinnen Wenzingens sei gedankt
für die
Anteilnahme am Schicksale meines Sohnes, welches ihm wiederfuhr. Die
Seuche
hääte ihn fast geholt wie auch Gevatter Tod. Den Heilern unseres
Landes
mache man keynerley Vorwürfe, da sie keine Hoffnung für meinen Sohn
mehr
hatten, doch sind auch ihrer Fähigkeiten, was die Heilkunst
anbetrifft,
Grenzen gesetzt. Doch unser Herr, Zei, hatte ein einsehen mit meinem
Sohne
und so darf er weiterleben, welches das Herr meiner Gemahlin und dem
meinigen wieder Freude bereitet. Zei zu Ehren werde ich nicht nur
eine
Kapelle errichten sondern auch ein Gotteshaus, welches ich Zei zu
Ehren
Segnen lassen werde, ich hoffe das alle Wenzinger Bürger der Segnung
beiwohnen werden, unseren Dank an Wenzingen und Zei, Zei sei
gepriesen.
Freiherr Richard von Hohenthann & Gemahlin Rosild von Hohenthann
VON WESEN UND HERKUNFT DER WENZINGER SPRACHE
(Laurenz, Blankenstein)
Geehrte Leser! Mit viel Mühe ist es dem Wenzinger Boten gelungen, den
allseits bekannten und geschätzten Wissenschaftler Gernot zur
Bürthenau für
sich zu gewinnen. Von heute an wird er uns in jeder Ausgabe des
Boten die
Herkunft eines Wortes unserer schönen Wenzinger Sprache beleuchten.
Anregungen, Fragen und Leserbriefe nimmt unsere Redaktion gerne
entgegen.
Heute: WAFFENBROT
Dieses besonders in Blankensteiner Landen beliebte, weiche Milchbrot
hat
seinen Namen nicht etwa, wie allgemein angenommen, vom der im Kampf
eingesetzten Waffe. Vielmehr erhält diese traditionelle
Festtagsspeise ihre
Bezeichung aus dem frühwenzingarischen "valwe", was soviel bedeutet
wie
"fahl" oder "blond" und Bezug nimmt auf die feine, hellgoldene Farbe
der
Brotkruste.
Im Namen Zei's und für das Reich gab sein Leben
ERNST-AUGUST VON BLAUENTHAL
Freiherr von Schönthal
Er fiel im Heiligen Kriege zu Gismadina im Kampfe wider die Sa'uren.
In tiefer Trauer verbleiben:
Elyanor Madeleine zu Freyberg-Lichtenau-Wied
Edward Salomon von Blauenthal
AUFGEMERKT! Die Blauenthaler Handwerksgilde lässt verlauten, dass ein
enormes Defizit an Imkern in der Stadt herrscht. Interessenten für
dieses
Handwerk möchten bei der Verwaltung der Gilde in Blauenthal
vorstellig
werden.
DRAHTZIEHER IN VINKENBERGEN GESUCHT! - Vinkenhofen, Ernst Zieher,
Klopfergasse
(AnH, RaP, StG, CaK, GeO, JuM, ReC, APP, BiG, ChK, StD, CKn, ThH)
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