Königreich Darragesh

Darragesh bedeutet in der alten Sprache soviel wie „Land an den zwei Flüssen„. Es liegt in den südlichen Gegenden der bekannten Welt, eingebettet zwischen Trawonien und Saspak im Osten, den Elfenreichen  genannt die Wilden Lande im Westen, und dem großen Barrieregebirge mit Thaskar dahinter im Norden. Die südliche Grenze bildet das Binnenmeer.
2 große Flüsse von Nord und Ost kommend, treffen sich in der Mitte des Reiches und bilden dort einen großen Strom, der in ein großes Flußdelta mit vielen kleinen und großen Inseln mündet, ein besonders fruchtbares und reiches Land.
Der Verlauf der beiden Flüsse ist mit den Nachbarn abgesprochen und wurde 1996 in die Karte übernommen   Auf einer dieser Inseln befindet sich die Hauptstadt, Darragor (Ort an den zwei Flüssen) genannt. Die schillernde Hauptstadt soll im Ganzen an ein Venedig des ausgehenden 15. Jahrhunderts erinnern, und die Aufbruchstimmung, den Handel, das Leben, aber auch die Intrigen und lockeren Sitten und unendlichen Reichtum dieser Zeit vermitteln.

Darragesh ist ein Vielvölkerstaat und bietet für viele Charakterhintergründe freien Raum.
Nach Süden bildet dieses natürliche Flußdelta mit seinen Kanälen und natürlichen Wasserstraßen das Herzland des Reiches, hier leben mehr als 75% aller Einwohner. Die Landessprache hier und im Osten, Richtung Trawonien, ist Französisch, der nördliche Teil des Reiches spricht die Umgangssprache der Mittellande.
Die beiden östlichsten Provinzen waren lange Zeit unter der Knechtschaft von Heiden, die sich Muselime nennen und haben deshalb einen orientalischen Einschlag.
Die gesamten östlichen Bereiche bilden eine weitläufige Steppenlandschaft, die Richtung Trawonien wieder etwas fruchtbarer wird. Hier werden die berühmten Pferde der Kavallerie gezüchtet, wenngleich die stehende Armee in Darragesh, die allein dem Königshaus untersteht, meist relativ klein ist.
 Die nördlichen und nordwestlichen Provinzen sind voller Gefahren, hier leben  Barone und Grafen, die sich zurecht Ritter nennen, und ihr Volk zu schützen wissen. Als Dank dafür, daß sie die Handelsstraßen freihalten, erhalten sie großzügigste Unterstützung durch das Königshaus. In den westlichen Provinzen Richtung Wilde Lande gibt es Wälder und wieder Wälder, hier sind die Landesgrenzen lediglich auf dem Papier vorhanden. Je tiefer man in die Wälder eindringt, desto eher trifft man auf Hochelfen, die hier zu hause sind. Mit ihnen wurde vor langer Zeit ein Abkommen getroffen, an die sich die ansässigen Edelleute gemäß königlicher Doktrin zu halten haben und die Gesetzeskraft besitzen. Viele der örtlichen Adeligen haben in die Elfenfamilien eingeheiratet, um die Besitzansprüche zu festigen. Daher sind hier viele Halbelfen oder Menschen mit Elfenblutanteilen anzutreffen.

Die Herrschaftsform ist offiziell absolutistische Monarchie. Die derzeitige Dynastie des Königshauses der de la Mere herrscht seit mehr als 600 Jahren. Dies ist möglich, da praktisch jeder mit jedem verwandt ist, der eine wichtige Position innehat, und somit die Thronfolge bereits für mehr als 500 Nachfolger per allgemeingültiger und auch anerkannter Reihenfolge festgelegt sind. Hier kommt es zwar meist auf den Blutadel an, aber auch die Geschicklichkeit im Umgang mit Geld ist gefragt. Unruhe herrscht unter den direkten Bewerbern, da der König noch keinen offiziellen Nachfolger und noch nicht geheiratet hat. Ein Sohn würde sofort auf Platz 1 der Thronfolgerliste rutschen.

Aufgrund der geographischen Lage ist es praktisch für jedes am Strom befindliche Adelshaus möglich, ohne große Beeinträchtigungen in alle Herren Länder Handel zu treiben, und dadurch herrscht zumindest in den südlichen Provinzen, den französisch sprechenden Landesteilen, großer Reichtum. Insbesondere hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, mit den Zwergenfestungen in den nördlichen Provinzen über die dortigen Handelswege  und mit den Elfen und den See-Elfen, (sie besitzen vermutlich eine große unterseeische Stadt in Mündungsnähe) Handel zu treiben. Hier lassen sich Profite in ungeahnter Höhe erwirtschaften, da je nach Weltanschauung andere Werte bevorzugt sind, und sich dies in barer Münze ausdrücken läßt.
Im Verteidigungsfalle läßt der König normalerweise eine große Söldnerarmee anwerben. Aufgrund der lukrativen Verdienste halten sich immer größere Mengen Söldner anderer Länder hier auf, auch um in der Handels- und Seeflotte zu dienen.
 

Ronin ist derzeit aufgrund eines inneren Bruderkrieges besetzt. Es wird bereits seit mehr als 500 Jahren finanziell unterstützt, damit es sich gegen das kriegerische Thaskar behaupten kann. Solange sich der Krieg dort befindet, interessiert es die Geldelite in Darragesh nicht sonderlich, obwohl es sich mit Thaskar ebenfalls formell seit 100 Jahren im Kriegszustand befindet. Aufgrund der besonderen geografischen Lage finden lediglich in den 4 Sommermonaten größere Scharmützel an den Gebirgspässen statt, die auf beiden Seiten sehr gut befestigt sind. Der Rest des Jahres ist die Witterung und die Bestien der hohen Berge derart wild, dass Kriege unmöglich sind.
Mit Ronin bestehen mehr als freundschaftliche Bande, da in beiden Königshäusern in vergangener Zeit munter herumgeheiratet wurde. Derzeit ist die abgesetzte und in ein Hochlandschloß verbannte Königin von Ronin eine leibliche Schwester des Königs von Darragesh. (und noch Tronfolger Nr. 2!)
Mit Trawonien gibt es gegenseitige wichtige und einflußreiche diplomatische Vertretungen; d.h. die Ansichten des jeweiligen Vertreters werden in der Regel respektiert.
Mit den meisten anderen Ländern gibt es  politische Verbindungen, die das Ziel haben, die Handelsbedingungen zu verbessern, und den Frieden aufrechtzuerhalten. Derzeit sind verschiedene Inselgruppen im Besitz des Reiches. Ein großes Ziel ist es, überseeische Provinzen zu errichten und diese wirtschaftlich vom Mutterland abhängig zu machen, um hier vorgeschobene Posten zu erlangen und billigst an Rohstoffe zu kommen. (echter Imperialismus)
Die Innenpolitik erscheint manchmal etwas träge, da viele versuchen ein eigenes Süppchen zu kochen, jedoch fürchten sich alle Mitglieder der Familien davor, in der Rangfolgenliste nach unten versetzt zu werden, oder in den Norden auswandern zu müssen. Ansonsten kümmert man sich im Süden um die Vermehrung des Reichtums, im Norden widmet man sich dem Kampf gegen Uruk-Hai Horden, gegen Monster und Taskarer. Hier findet das statt, was man allgemein unter Schwert-Magie-LARP mit deutschem Hintergrund versteht.
Diese Provinzen sind die eigentliche Stütze des Reiches, und haben daher mehr politisches Gewicht, als es ihnen an Macht und Bevölkerungszahl zusteht. Aus ihren Reihen werden gewöhnlich die Heerführer bestimmt.
Das Königswappen ist ein geteilter schwarz/lila Hintergrund, geteilt durch ein silbernes Schwert und eine goldene Krone. Im schwarzen Teil steht ein aufrechter silberner Drache, im lila Teil befindet sich ein silberner  6-fach Stern. Das Wappen wird im Ganzen an den Nachfolger, meistens dem eigenen Sohn weitergegeben, dieser kann Teile davon verändern, was von Generation zu Generation aufgrund der eigenen Taten auch üblich ist.

Währungseinheiten:

1 Goldflorin (Florini) sind 10 Silber Florini, 1 Silberflorin sind 10 Kupferflorini oder einfach Kupferstücke.
1 Silberbatzen hat das Gewicht von 12 Silberstücken und besitzt den Wert 1 Münze,  das gleiche gilt für Goldbatzen. Das Prägerecht liegt bei der königlichen Familie.
Die Währung ist ungewöhnlich rein, deshalb werden von Tauschern nur ungern andere Währungen angenommen, insbesondere Währungen, die in großer Stückzahl umgehen.
Die Zeit läuft voran wie in der Realzeit auch. Der einzige Unterschied ist das Spieljahr 1498 statt 1998. So lautet das Datum 10.10.97 in darragesher Zeitrechnung 10.Tag im 10. Mond des Jahres 1497 neuer Zeitrechnung nach Avendesorah. Dieser Begriff stammt aus dem Jahre 0, siehe hierzu Geschichte von D.
Die Bevölkerung besteht in den Kernlanden durchweg aus Menschen, in den nördlichen Provinzen sind die Zwergenfestungen „eingemeindet„ worden, ohne daß tatsächliche Herrschergewalt ausgeübt wird. Dort sind Zwerge und Gnome zu finden, es wird auch immer wieder von erbitterten Kriegen der beiden Rassen mit großen Goblinhorden berichtet.
Im Südwesten, in den großen Wäldern, leben Elfen innerhalb der Reichsgrenzen, sie zahlen kaum Abgaben, werden aber als Bevölkerung angesehen, sind aber faktisch unabhängig und bleiben meist für sich. Durch regelmäßige Heiraten mit dortigen Lehensherren gibt es relativ viele Elfenmischlinge.
Gemäß königlichem Edikt und wegen der noch herrschenden Auseinandersetzungen müssen Orks und ähnliche Wesen an der Leine geführt werden. Der Halter ist direkt für sein Wesen verantwortlich.
In den nördlichen Wäldern und Bergen leben riesige Orkscharen, die sich glücklicherweise auch gegenseitig bekriegen. Dunkelelfen und andere als böse bekannte Rassen werden grundsätzlich nicht oder höchstens zur Durchreise geduldet. Der Aberglaube bei der Landbevölkerung ist noch immer weit verbreitet, und kann zu spontanen Aktionen führen.
Verboten sind  alle Arten von Todesgöttern, rituelle Opferungen von Menschen, sowie die Anbetung dunkler Elemente wie Chaos etc. Dies wird, wie auch die Ausübung der Schwarzen Magie, unerbittlich verfolgt.

Magie:

Magie und magische Wesen sind allenthalben anzutreffen und mitunter ein großes Problem. Dafür zuständig ist die hochgerühmte Magierschule, deren Vorsitz ein Magier hat -wie könnte es anders sein- der mit dem Königshaus direkt verwandt ist. Alle Mitglieder dieses Familienzweiges sind besonders magisch begabt, was vor allem bei den Kindern lustige und ernsthafte Probleme aufwirft.
Die Magierschule liegt nahe dem Mittelpunkt des Reiches im Herzogtum de Vega, der Herzog ist ebenfalls ein Mitglied des Familienzweiges und ein mächtiger Magier. Alle magischen Probleme, mit denen man in den einzelnen Provinzen nicht direkt fertig werden kann, werden von der Magierschule übernommen. (Man beachte einen riesigen Krater, das Staubloch genannt)
Jeder Magier, der Lehrlinge ausbilden will, muß sich dafür an der Schule qualifiziert haben, und einer der 6 Gilden angehören. Die 6 ist die magische Zahl in Darragesh. Zum Abschluß der Ausbildung wird jeder Lehrling eine unterschiedlich lange Zeit in der Akademie überprüft und evtl. nachgeschult. Bei besonderen Fähigkeiten wird angeregt, daß er an der Akademie weiterlernt oder unterrichtet, es kann aber auch sein, daß bei geistiger Unreife eine Prüfung über Jahre hinausgezögert wird. Im Notfall sind alle Magier verpflichtet, dem Königshaus zu Diensten zu sein.

Militär:

In Darragesh trägt man gewöhnlich Rüstung zur Uniform (zumindest in den Nordprovinzen). Es ist zwischen der üblichen „rittergemäßen„ Ausrüstung und Bewaffnung bis zum Musketier je nach Landesteil alles anzutreffen. Die südlichen Provinzen bevorzugen französisches Ambiente mit Degen und Überwürfen, die evtl. etwas an die bekannten Musketiere erinnern. Insbesondere die direkt dem König unterstellten Truppen ähneln diesen Musketieren in Aussehen und Auftreten sehr.
Neben größeren Kavalleriestreitkräften, die aus den Ostprovinzen stammen, werden gepanzerte Fußsoldaten in gepanzerten Pferdewagen auf die Schlachtfelder gefahren, um größere Beweglichkeit zu erreichen. Aufgrund des Reichtums in Darragesh werden die meisten Scharmützel werden jedoch durch angemietete Söldnertruppen durchgeführt. So werden z.B. desöfteren größere Söldnertruppen zur Unterstützung nach Ronin gesandt.
Soldaten werden in der Regel von Magiern und Klerikern begleitet, die dem Militärstab unterliegen.
Mehrere größere Festungen und Militäranlagen an strategischen Punkten überzeugen die meisten ,Reisenden von der Wehrhaftigkeit  des Reiches. In den Häfen sind regelmäßig eine größere Anzahl Kriegsschiffe anzutreffen, meist modernster Art.

Sonstiges:

mitteleuropäisch bis südeuropäisch, im Sommer sogar etwas unangenehm warm, der Winter ist in Meernähe eher mild, in den Nordprovinzen normal kalt. Da spielerisch gewollt noch große Leerflächen existieren, sind nur grobe Anhaltspunkte zu erwähnen.  (siehe Karte)
Im Westen befinden sich riesige Wälder, die im Süden subtropisch werden, allerdings existiert kein Dschungel hier. Im Norden gleicht es von Fauna, Flora und Klima her Deutschland, außer daß nach Norden hin -Richtung Thaskar- extrem hohe Gebirgszüge stehen. Das mittlere Kernland und der Süden wird von ausgedehnten Flußläufen und fruchtbarem Land markiert. Hier leben viele Menschen, daher ist das Meiste Land Nutzfläche, also Ackerland und gepflanzte Wälder, die „wild„ gelassenen parkähnlichen Bereiche und Sumpfgelände sind fast immer ohne irgendwelche Monsterwesen und mit subtropischem sehr reichhaltigen Pflanzenreichtum gesegnet.
Das Flußdelta schwemmt Erdmassen an, die die Fruchtbarkeit unterstützen -ähnlich dem ägyptischen Modell- .
 Der Osten wird kärger, da die heißen Winde der muselimischen Lande (heiße Winde aus dem Süden über dem Meer) die Böden austrocknen, es existiert daher im Nordwesten eine ausgedehnte Steppenwüste, die darum befindlichen Steppengebiete sind von Hügeln durchsetzt. Die beiden östlichsten Provinzen, lange von Museleminen besetzt, sind für Wein und Schnaps berühmt.

Geschichte:

Die Bezeichnung "Darragesh" ist ein altes, entfremdetes Überbleibsel der alten Sprachen und bedeutet in grober Übersetzung "reiches Land an den 2 Flüssen"

Die heutigen Königreiche von Darragesh und Ronin gehörten in grauer Vorzeit, zusammen mit weiteren großen Teilen des Landes, zu einem einzigen großen Reich, das aber eher als barbarisch zu bezeichnen war. Selbst die Aufzeichnungen der großen Bibliothek zu Darragesh enthalten darüber nur noch wenig Wissenswertes, da viel davon in den nachfolgenden Elfenkriegen verlorenging.

Die Gründe für die verheerenden  Elfenkriege liegen in einer versuchten Ausdehnung des Reiches in die westlichen Elfenländer. Die Kämpfe dauerten den Aufzeichnungen nach mehrere Jahrhunderte. Dabei handelte es sich nicht um ständige Kampfhandlungen, sondern eher um einen Guerillakrieg. Im Schutz der Bäume feuerten die Elfen ihre todbringenden Pfeile und viele Darragesher fanden ein schnelles Ende. Nachdem die Elfen diese Taktik auf bisher unangefochten zum Reich gehörende Teile ausdehnten, brannten die Bewohner in den Sommerzeiten große Teile der Wälder nieder, und konnten somit zumindest ihre Position behaupten. Den durch Elfenzauberei schnell nachwachsenden Wald konnten auch die Magier kaum einschränken. Da große Ressourcen des Reiches betroffen waren, begann ein allmählicher Zerfall.  Nur die Kernlande behielten Teile der ursprünglichen Kultur bei, und sprechen die weiterentwickelte alte Sprache.

Die nördlichen Teile begannen sich abzuspalten, und hatten genug Probleme mit großen Orkhorden und Monstern, die sich über die Ebenen auszudehnen begannen, nachdem auch dort ganze Siedlungen verwaisten. Die östlichen Landesteile waren nur noch dem Namen nach zugehörig und entwickelten sich selbständig, wurden aber zu einem späteren Zeitpunkt durch die Halbmondkrieger, Angehörige der religiösen südlichen Länder, besetzt.
Auch die Elfen hatten Verluste zu beklagen. Ihre Zahl nahm ständig ab, die Seßhaftigkeit war in Gefahr, und für jeden gefallenen Menschen schienen neue nachzuwachsen.
So kam es zu einem notwendigen Waffenstillstand und einem späteren Friedensvertrag, der als "Die Hohen Verträge" in die Geschichte der Völker einging.
Dieser  Vertrag dient als Grundlage einer neuen Zeitrechnung nach dem alten Reich und beginnt mit der Überreichung eines Avedesorah, eines Lebensbaum-Sprösslings durch die Elfen mit dem Jahre 0.
Solange dieser Baum steht, soll der Vertrag gelten. Der Baum hat einen weißen Stamm, blauweiße Blätter und trägt blaue Früchte, die Äpfeln ähneln und Früchte der Fruchtbarkeit sind. (Äpfel 1 Woche eingelegt in BlueCurasao) Er soll unsterblich sein, solange er nicht gefällt wird. Seine Schößlinge, und deren gibt es viele, werden, da es nur 1 Baum geben kann, zu klerikalen Stäben der Cosmospriester verarbeitet.
Er wurde in die Hauptstadt, im hohen Kreis der Königspaläste, gepflanzt. Um ihn herum entstand im Laufe der Zeit die riesige Schloßanlage, die Sitz der Königsfamilie ist. Jeder Herrscher von Darragesh beruft sich und sein Recht der Regierung auf diese Verträge. Aus den bekannten fruchtbaren Gründen werden zu Adelshochzeiten Früchte des Baumes an das Hochzeitspaar verschenkt und unter Applaus der Anwesenden sofort verspeist. Dies ist der Grund dafür, daß heute im Jahre 1498 praktisch jeder mit jedem in einem entfernten Maße verwandt ist, und führte nach jahrhundertelangen Streitigkeiten zur Anerkennung der Liste der Thronfolger.

Die nächsten Jahrhunderte sind in den Kernlanden mit dem Ausbau des Handels und der Erschließung des Bodens für die rasch anwachsende Bevölkerung geprägt. Immer wieder kommt es im Norden, in den Unabhängigen Baronien, zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit riesigen Gruppen von Goblins, Uruk-Hai und anderen Orkhorden. In den Jahren 430-440 überrennen die Orkhorden beinahe die gesamten nördlichen Provinzen, nur durch die vereinte Kraft von Darragesh und diesen Baronien kann der Angriff zurückgeschlagen werden. Es entsteht ein Kooperationsabkommen und Waffenvertrag, der im Laufe der Zeit dazu führt, daß die Barone dem immer reicher und mächtiger werdenden Darragesh den Lehenseid schwören. Im Jahre 1104 ist die gesamte nördliche Provinz freiwillig in das Reich zurückgekehrt.
Die zwischenzeitlich dem „französischen„ entfremdete Kultur vermischt sich nur bei den Adligen, und nur diese sprechen die französische Amtssprache. Mit der Zeit heiraten auch hier alle in die Adelshäuser von Darragesh ein, um sich Anteile am lukrativen Handel und damit Macht zu sichern. Die Orkkriege dauern an. In jüngster Zeit verstärken sich die Angriffe wieder, und es gibt Anzeichen einer gemeinsamen Führung.

In der Zeit von 640 bis 810 besetzen allmählich die religiös motivierten Halbmondritter den Ostteil von Darragesh und führen eigene Kultur aber auch technischen Fortschritt und neue Betrachtungsweisen ein. Sie werden in mehreren Kriegen zwischen 1140 und 1196 blutig vertrieben. Die östlichen Provinzen behalten die Kultur der Halbmondkrieger zum großen Teil bei, was durch das Königshaus geduldet wird. Die Amtssprache ist ebenfalls Französisch, Teile der Bevölkerung sprechen muselimanisch (spanisch).
Zwischen 508 und 865 werden mit den Zwergen in den Osthöhen (Richtung Ronin), am Grat der Welt und der Nordbarriere (Richtung Thaskar) Kooperationsverträge geschlossen. Die oberirdischen Teile gehören dem Namen nach zu Darragesh und können genutzt werden, die unterirdischen Teile gehören unangefochten und unwiderruflich den Zwergen. Militärische Unterstützung wurde gegenseitig zugesagt. Ein schwunghafter Handel entsteht und blüht noch immer.
Im Winter 710/11 unterstützt Darragesh die Zwergenfestung Tir Dolith mit Öl, Eisen, Lebensmitteln, Holz, Kriegern und mit mehreren Magiern und Heilern bei der Verteidigung während eines Drowfeldzuges, der mit schweren Verlusten aber wohl endgültig abgewehrt  werden kann. Die Minen im unteren Bereich wurden versiegelt. Aus Dank erhält der König ein magisches Schwert namens "das Zepter" geschenkt, das der Sage nach bereits zu Beginn der Welt geschmiedet worden sei. Die Bedeutung der Waffe ist unklar. Es geht als Krönungsinsignie in die Familie ein, und gilt als Zeichen der Freundschaft zwischen Zwergen und Menschen. Berater und Botschafter werden ausgetauscht.

Im Jahre 964 herrscht der cholerische König Francois. Aufgrund zweier militärischer Niederlagen schlägt er in einem fürchterlichen Wutanfall wie wild mit dem Zepter um sich, und tötet dabei mehrere Angehörige des Hofes, die heimlich Spott verbreitet haben sollen. Dabei werden auch 3 Jungfrauen getötet. Anschließend schlägt er das Schwert gegen den Massiven Thron, es versinkt bis zum Heft darin, als wäre er Butter. Wellen weißer Magie breiten sich über die Kernlande aus. Sie verstärken jede Art weißmagischer Sprüche, wirken aber gleichzeitig wie ein ungereinigter Katalysator, so dass es auch zu ungewünschten Nebeneffekten kommt.
Seit dieser Zeit gibt es in den Kernlanden des Reiches von Darragesh keine Untoten mehr. Die Familie der Grafen de Leomie, die zu dieser Zeit dunkler Machenschaften verdächtig war, verlässt überhastet mit dem gesamten eigenen Haushalt das Reich und gründet hoch im Norden später die freie Grafschaft Kirson.

Durch aufkommende Piraterie und Kriegsschiffe anderer Nationen, die die Küsten heimsuchten, schlossen die sich der Küste vorgelagerten quasi unabhängigen Inseln (auch auf massiven militärischen und politischen Druck) im Jahre 1233 dem Reich an. Die Könige der Inselreiche verlieren ihre Titel und dürfen sich fortan nur noch Prinzregent nennen. Aufgrund unklarer Nachfolgerverhältnisse spaltete sich der größte Inselstaat in mehrere gegensätzliche Lager, die bis heute noch nicht vollständig befriedet sind.

Um das Jahr 1430 bis 1470 werden in Sardenen und Zyprus zwei Kolonien errichtet und mit mehreren Festungen verteidigt. Der Handel mit den Halbmondkriegern über Zyprus erweist sich als lukrativ, wohingegen die Barbaren des inneren Sardenen ein Besiedeln der Insel unmöglich machen. Praktisch besteht diese Kolonie aus mehreren Festungen und befestigten Dörfern entlang der Nordküste. Das Innere ist faktisch unbekannt.


Der Geschichtenerzähler e.V., Armin Niederegger, Heimgartenstr. 3, 70329 Stuttgart, 0711/3102022, Darragesh[bei]web.de, members.tripod.com/~b_estrella/

Bei Mailadressen müssen die [bei] durch @ ersetzt werden.


Kurzdaten:

Kurzbeschreibung:
Einsteiger gewünscht?:
Hauptspielgegend:
Kriegszugsgruppe: C    Jahr: 571 n. Drachenkampf

Eine kleine Bitte: Wer auf einem CON einen Charakter aus diesem Land spielen möchte, sollte vorher die Kontaktperson darüber informieren. Denn diese haben meistens noch mehr Informationen über das Land - und es wäre doch schade, wenn man einen Ritter darüber aufklären müßte, daß in seinem Heimatland nur Schafe und Elfen, aber keine Menschen leben.



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Diese Seite wurde geändert am 06.05.04.