Königreich Grenzbrueck

Lage des Reiches auf der Kampagnenkarte

Das Königreich liegt im Nordwesten der Mittellande. Östlicher Nachbar ist das Bretonische Reich. Im Süden verläuft die Grenze zu Bahia und Drakenstein, woraufhin sich im Südwesten und Westen das Herzogtum Solania und das Hochfürstentum Trigardon anschließen. Der Nordwesten ist durch eine lange Küste zur Westsee mit einigen vorgelagerten Inseln gekennzeichnet.

Herrschaftsform des Reiches

Das Königreich Grenzbrueck hat, wie der Name schon sagt, eine feudale Herrschaftsstruktur. An der Spitze des Reiches steht die Krone, zur Zeit getragen von Ihrer Majestät Viola Auguste.
Ihr unterstehen die Kronvasallen, Herren der traditionell eigenständigen Gebiete, als da wären Belartha, Mendreth, Hohenstaaden, Tibur, Rabenfels, die Academia Clavis Mundi sowie Limest, welches jedoch als Hausmacht der Königin ihr Eigen und nicht an einen Vasallen vergeben ist.
Die meisten dieser Provinzen sind gleichzeitig Herzogtümer. Einzig Mendreth und die Akademie Grenzbruecks sind hiervon ausgenommen, da die Akademie nicht auf Grund ihres Landbesitzes, bestehend aus mehreren, im Reich verteilten Protektoraten, sondern ihrer speziellen Bedeutung für das Reich wegen in dieser Position steht und Mendreth, vormals Mendt, erst vor kurzer Zeit wieder zu alter Größe zurückgefunden hat und sich die Strukturen dort noch im Wandel befinden.

Nachfolgend und im Vasallendienste unter den Kronvasallen folgen die Baronien und Rittergüter, aus denen sich jede Provinz zusammensetzt. Eine Ausnahme findet sich im bevölkerungsstärksten Herzogtum Belartha, dessen Grenzen sich zusammensetzen aus den Ländereien der ebenfalls in Baronien und Rittergüter aufgeteilten Fürstentümer Angbaren und Arkenwald, wobei sich Angbaren ebenfalls in der Hand des Herzogs befindet.

Politik

Innenpolitik

Das Königreich Grenzbrueck wird geführt durch Viola Auguste I. zu Limest von Grenzbrueck. Die junge Königin hat in mehreren Landreformen ihr Reich in sieben Kronlehen aufgeteilt, nämlich das Herzogtum Limest, als königliches Stammlehen und Hausmacht, die Protectorate der Academia Clavis Mundi, das Großherzogtum Hohenstaden, das Herzogtum Belartha, das Herzogtum Rabenfels, die Markgrafschaft Tibur und die Markgrafschaft Mendreth. Die Herzöge, Markgrafen und der Hohen Rat der Academie bilden zusammen mit der Königin den Kronrat. Das Wort der Königin gilt absolut und uneingeschränkt. Sie herrscht zugleich als oberste Patronin der grenzbruecker Religion.
Im Reych herrscht ein strenges, aber gerechtes Rechtssystem das einem feudalem, mittelalterlichem Lehenssystem entsprechend aufgebaut ist.

Außenpolitik

Diese wird in der Hauptsache durch den Kronrat bestimmt. Es wird (zumeist) ein politischer oder diplomatischer Weg gesucht, Konflikte zu lösen und um mit anderen menschlichen Völkern Frieden zu schließen und Bündnisse zu schmieden. Wer Hilfe sucht, dem wird geholfen; mit allen Mittelns seien es auch Geld und Waffen. Wer aber das Reich angreift oder ein erklärter Feind ist, wird lange und hart verfolgt. Grenzbrück strebt nach ständigen Bündnissen zu Allianzen des Lichtes. Momentane (zumeist lose) Bündnisse bestehen zum Bruderbund, zu Trawonien, zu Kaotien und zu Condra

Bevölkerung

Hausmacht der Krone: 18.000 Einwohner (Herzogtum Limest 3.000, Hauptstadt des Reiches Brueckstedt 15.000)

Belartha: 41.000 Einwohner
Rabenfels: 35.000 Einwohner
Hohenstaaden: 34.000 Einwohner
Mendreth: 31.000 Einwohner
Tibur: 8.000 Einwohner
Academia C. M.: 4.000 Einwohner

Gesamtbevölkerung: 171.000 Einwohner

Kultur

Grenzbrueck wurde in der jüngsten Vergangenheit von einigen schweren Kriegen gegen die Schatten und die Orks geschüttelt. Weite Teile des Landes wurden in Mitleidenschaft gezogen, weshalb die Kultur vielerorts erst wieder im Aufbau und von den eindrücken der vergangenen Schlachten geprägt ist.
Die Grenzbruecker Kunst konzentriert ich in erster Linie auf Malerei und in letzter Zeit verstärk auch auf Bildhauerei.
Maler stellen hauptsächlich Motive der vergangenen Schlachten dar oder Adelige und das höfische Leben, wobei letztere Motive in der Regel von den Dargestellten Personen in Auftrag gegeben wurde und entstanden, um deren Gunst zu erhalten. Das leben der „einfachen“ Bevölkerung gilt nicht als darstellenswert. Darüber hinaus ist es unüblich, dass Bilder mit den Namen der Maler versehen werden, man unterscheidet sie, wenn überhaupt, nach Stilen. Das Werk der Maler steht im Dienste der „göttlichen Ordnung“ und es wäre anmaßend, Ruhm dafür einstreichen zu wollen, indem man seinen Namen darunter setzt.
Im Allgemeinen ist die Kultur in Grenzbrueck im Herzogtum Hohenstaden besonders ausgeprägt. Dort legt man viel Wert auf Vergnügen, Gesang und Tanz, aber auch die besten Maler sind dort am Hofe beschäftigt. Darüber hinaus ist Hohenstaden das einzige Herzogtum Grenzbruecks, in dem Wandteppiche mit Bilddarstellungen geknüpft werden. Das Leben bei Hof ist dort geprägt durch Dekadenz und Kurzweil.
In Grenzbrueck hat der Minnegesang große Bedeutung, wobei hiermit nicht der Gesang von Verehrern für ihre Damen gemeint ist, sondern vielmehr das erzählen epischer Geschichten in Form eines Liedes. Musik dient grundsätzlich neben der allgemeinen Erheiterung dazu, jene Epen zu vertonen und ist darüber hinaus keine besonders ausgeprägte eigene Kunstform.
Besonders erwähnenswert ist die Goldschmiedekunst, der in der Baronie Laudarin in Mendreth große Bedeutung zukommt.
In einigen größeren Städten, so in Grenzbrueck Stadt und in Droswick decken besonders reiche Bürger ihre Dächer mit unterschiedlich farbigen Schindeln. Auf diese Weise entstehen Bilder und Wappen auf den Dächern. Die Schindeln hierfür werden aus den Steinbrüchen in Arkenwald bezogen.
Besonderer Stolz des Herzogs ist der kunstvoll gestaltete dreiflügelige Myrna-Altar, den Herzog Tassilo in seiner Hauskapelle in Belartha aufgestellt hat.
Beliebt sind Hof- und Volkstänze, wobei bei Hofe Schreittänze bevorzugt werden.

Zeitrechnung und Kalender

In Grenzbrueck gibt es verschiedene Zeitrechnungen. Die offizielle und wohl auch geläufigste Zeitrechnung ist der Conradische Königskalender. Er datiert das Jahr null auf die Thronbestiegung Conrads II. vor ca. 1400 Jahren, welcher zum ersten Male von der Königswürde in Grenzbruecks spricht. Danach ist das Jahr in 365 Tage mit einer sieben Tagewoche und zwölf Monaten unterteilt. Die Monatsnamen lauten:
Acrunus (Januar; nach Acrulon, dem obersten Gott Grenzbrueck), Firnting (Februar), Hochfluten (März), Yrlsliedt (April, nach Yrla, Göttin der Natur), Silinas (Mai), Maewsmondt (Juni, nach Maewon, Gott der Magie und des Schicksals), Luvend (Juli, nach Luvenia, Göttin der Wasser), Hatzing, Harneys, Gilbhardt, Foggen und Myrnsmondt (nach Myrna, meist verehrte Göttin in Grenzbrueck, Göttin von Heim und Herd).
Daneben gibt es die Zeitrechnung der Academia Clavis Mundi Grenzbrueckensis, die das Jahr null auf die Gründung des Reyches durch Abnon von Limest zurückdatiert. Sie wird vor allem in Gelehrtenkreisen genutzt, wenngleich sich auch dort inzwischen die conradische Zeitrechnung durchsetzt.
Ferner haben einzelne Provinzen eigene Zeitrechnungen und Kalender, so etwas das Herzogtum Rabenfels.

Historie

Die Geschichte Grenzbruecks beginnt vor über zweitausend Jahren, als die Vorfahren der Einwohner Grenzbruecks mit der Besiedelung dieses Landstriches begannen. Wer vor den Menschen dieses Land beherrschte, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Manche Legenden sprechen davon, dass zuvor Elben hier lebten, andere von Kreaturen mit gottähnlichen Kräften, wieder andere nennen die „Altvorderen“ als erste Bewohner, wobei nicht näher darauf eingegangen wird, ob es sich hierbei um Menschen oder andere Wesen handelt.
Die ersten Menschen kamen um das Jahr 1200 a.r.c. (ante regnum Conradium, Conrad war der erste König von Grenzbrueck) nach Grenzbrueck. Es handelte sich hierbei vornehmlich um drei Stämme: die Limester, die Mendrether und die Tiburer. Im Laufe der Zeit spalteten sich die Limester in Limest und Hohenstaden und Tibur in Belartha und Tibur.
Im Jahre 970 a.r.c. wurde Abnon von Limest geboren. Zu seiner Zeit wurde das Land von den Fehden zwischen den nunmehr fünf Stämmen erschüttert. Im Jahre 938 a.r.c. erhob sich Morbus, der Schattenkönig, welcher von manchen gar als dunkler Gott gefürchtet und verehrt wird, zum ersten Mal. Die Legenden berichten viel und verschieden von ihm, doch sind sich alle einige darin, dass er grausam, furchterregend und mächtig ist. Es gelang Abnon von Limest, die Stämme unter sich zu einen und Morbus im gemeinsamen Krieg 934 a.r.c. zu schlagen und das Reich Grenzbrueck zu gründen.
Nur sieben Jahre später, im Jahre 927 a.r.c. wurde der Grundstein der Akademia Clavis Mundi durch Horus von Antheyn gelegt.
Conrad von Limest, ein entfernter Nachkomme Abnons, erhob sich schließlich im Jahre 0 zum ersten König Grenzbruecks und begründete damit die auf ihn zurückgehende neue Zeitrechnung.
In der Folgezeit wurde zwar die Königswürde mittels Wahl durch die Stammesobersten vergeben, dennoch blieb sie meist in den Händen derer zu Limest. Durch die geschickte Politik des Philipp von Limest, der den Fürsten bestimmte Privilegien versprach, wenn sie ihm die Erblichkeit der Königswürde zuerkannten, entstand das erste Erbkönigtum im Reich. Seither wird die Königswürde vom König oder der Königin an das erstgeborene Kind weiter gegeben.
Die Zeit der Könige in Grenzbrueck endete für eine lange Epoche im zweiten großen Krieg gegen Morbus. Tylon von Limest führte sein Heer 927 p.r.c. gegen die Schatten. Während dieses langen und blutigen Krieges schien es mehr als einmal, als sei das Land für die Menschen verloren. Doch in der Schlacht auf den grauen Feldern im Jahre 950 p.r.c. konnte Tylon unter Einsatz der letzten Kräfte Morbus zurückschlagen. Hierbei wurde die Krone des Schattenkönigs zerschlagen. Auch die Klinge Tylons zerbarst in diesem Kampf und der König selbst fand dort den Tod. Conradus Phelan Phileas, der Marshall des Königs, brachte die Klingenteile in Sicherheit, denn – so lautete die Prophezeiung – sie würden vom rechtmäßigen Thronerben eines Tages wieder zusammengefügt und neu geschmiedet werden. Da der König keine bekannten Nachkommen hatte, geriet das Reich zunächst in einen chaotischen Zustand. Hinzu kam eine Flutkatastrophe, die weite Teile des nördlichen Landstriches im Meer versinken ließ. Auch Belartha wurde ein Opfer der Flut und das Volk der Belarthaer schien ausgelöscht worden zu sein. Fünfzig Jahre später begannen Orks sich in den von den Fluten preisgegebenen Sumpfgebieten anzusiedeln.
Die einzelnen Landesherren versuchten nunmehr, die Macht im Lande an sich zu reißen. Es kam zu zahlreichen Bürgerkriegen und Fehden. Im Verlauf dieser Wirren eroberte Hohenstaden Teile von Mendreth und Limest, während sich Limest mit den östlichen Teilen Tiburs entschädigte. Hohenstaden erhob Anspruch auf die Königswürde, musste diesen aber zunächst fallen lassen, nachdem der Anwärter einem Meuchelmord zum Opfer gefallen war.
983 p.r.c versuchte Theobald von Limest sich auf den Thron des Königs von Grenzbrueck zu setzen, worauf Tibur mit der Inthronisierung eines eigenen Königs antwortete.
In dieser Zeit wurde die Seele Morbus in Grünewald begraben und neun Legionen aus allen Teilen des Reiches zu ihrer Bewachung dort stationiert.
Die Zeit des sog. Interregnums nach Tylon von Limest ist geprägt von zahlreichen Kriegen zwischen den Adeligen und großen Unruhen innerhalb der Bevölkerung. Der größte und blutigste Krieg war der hohenstadisch-tiburische Krieg 1150-1161 p.r.c., der im Frieden von Falkensteyn endete. Hierbei wurde die Einsetzung eines Senates, bestehend aus den Herren der einzelnen Provinzen beschlossen. Zunächst tagte dieser Senat praktisch nie. Die Provinzen blieben unabhängig und gingen einander aus dem Weg. Die gemeinsam in Grünewald stationierten Legionen gerieten in Vergessenheit und fielen dem immer noch währenden Einfluss des dunklen Prinzen zum Opfer.
Seit dem Jahre 1380 p.r.c. wurde Grenzbrueck tatsächlich von diesem Senat regiert, der aus Eleonora von Hohenstaden, Theodich von Tibur und Johann von Ravur bestand. Eleonora von Hohenstaden erhob sich im Jahre 1392 p.r.c. eigenmächtig zur Herzogin von Grenzbrueck. Im Verlaufe dessen wurde das einstige Mendreth als Provinz Mendt dem neuen Herzogtum angegliedert. 1401 p.r.c. wurden Gerüchte laut, die Thesys, ein sagenumwogenes Buch, welches das Schicksal und die Zukunft des Reiches prophezeie, sei zurückgekehrt.
Am 18. Yrlslied 1403 p.r.c. wurde die zerschlagene Krone des Schattenfürsten durch eine junge Frau wieder zusammengefügt und das Schwert Tylons neu geschmiedet. Wie in den Prophezeiungen des Thesys geschrieben, ging am selben Abend ein Komet auf die Erde nieder, der die Krone zerstörte. Durch das Schmieden des Schwertes und das Zusammenfügen der Krone hatte sich gezeigt, dass es sich bei der jungen Frau um die rechtmäßige Thronerbin handelte. Somit bestieg im Jahre 1404 p.r.c. Königin Viola Augusta I. den Thron des Königreichs. Die alte Blutlinie der Limester war auf den Thron zurückgekehrt.
Eleonora von Hohenstaden, die die neue Königin nicht anerkennen wollte und sich überdies des Landesverrats schuldig gemacht hatte, floh aus dem Reich.
Viola Auguste formte infolgedessen das Reich neu und reformierte es, wobei sie hauptsächlich die Rückkehr zu jenen alten Strukturen vor der Zeit des Interregnum beabsichtigt. So führte sie etwa das alte Grenzbruecker Landrecht und den conradischen Kalender ein, erhob die Provinz Mendreth wieder zu einer eigenständigen Provinz als Kronvasall und erhob Anspruch auf die von Orken besetzten Landstriche Belarthas, welches den Beginn der Befreiungskriege darstellt, der auch heute im Jahre 1406 p.r.c. immer noch tobt.

Religion

In Grenzbrueck herrscht ein Vielgötterglauben vor. Das Pantheon setzt sich im wesentlichen aus zwei Parteien – Gut (Acrulon) und Böse (Lech) – zusammen, welche stetig um die Vorherrschaft kämpfen und ihren Einfluss auf Erden mehr oder weniger direkt zu mehren suchen. Die neutralen Gottheiten finden sich in der Hierarchie zum einen über Acrulon und Lech, insbesondere ist dabei Iob die Urmasse zu nennen und zum anderen unterhalb des Götterpaares, nämlich Yrla, Tochter der beiden. Die andere Kinder Acrulons und Lechs führen dagegen der Eltern Krieg aus und stehen jeweils für positive und negative Aspekte. Die wichtigsten Götter im Königreich Grenzbrueck sind dabei Im Volksglauben dominiert die Anbetung der Myrna, von der sich die Bevölkerung Schutz und Vergebung erhofft. Unter Gelehrten ist der Glaube an Maewon weit verbreitet, während nur wenige religiöse Eiferer den strengen Arculon anbeten. Die bösen Gottheiten werden dagegen nicht oder nur im Verborgenen verehrt, was nicht bedeutet, dass die Zahl ihrer Anhänger unbedeutend wäre, denn meist nehmen die dunklen Götter unmittelbaren Einfluss auf die Geschicke ihrer Jünger und manch einer erhofft sich so göttlichen Vorteil.

Gesetze

Das Grenzbruecker Recht ist im Laufe der Jahrhunderte viel entwickelt und ständig fortgeschrieben worden. Es gibt zahlreiche Gesetze, weshalb an dieser Stelle nur die wichtigsten namentlich erwähnt werden sollen. Zum ersten regelt der „Corpus Iuris Violensis“ das bürgerliche Leben und die ständische Ordnung. Er enthält daneben Regularien bezüglich des allgemeinen Erbrechts, des Eherechts, des Kauf- und Handelsrechts und stellt die Grundlage des Grenzbruecker Feudalsystems dar. Daneben wird hierin auch das Kriegsrecht beschrieben.
Die „Peynliche Halsgerichtsordnung für die Grenzbruecker Lande“ regelt das Strafrecht und insbesondere auch das Strafprozessrecht. Die Urteilsfindung ist ebenso - „fortschrittlich“ - wie das Beweisrecht geregelt. Die Strafen sind meist streng und grausam, und der „Miszethaeter“ hat in den meisten Fällen mit dem Tode, jedenfalls aber mit einer körperlichen Züchtigung zu rechnen.
Neben diesen beiden Grundpfeilern der Ordnung des Reyches regeln Nebengesetze wie etwa der Corpus Iuris Academiae Clavis Mundi Grenzbrueckensis die Privilegien bestimmter Stände oder Berufszweige.

Militärwesen, Waffentechnik und Rüstungsstand

Rüstung und Waffentechnik in Grenzbrueck befinden sich nicht auf einem einheitlichen Standard. Während mancherorts das Gambeson die einzige Rüstung ist, wird anderswo, besonders beim kämpfenden Adel, die Plattenrüstung bevorzugt. Generell ist jedoch von der einfachen, gefütterten Rüstung, über Kettenhemden, gehärtetem Leder, bis hin zu Plattenpanzern alles zu finden und vertreten. Es wurden auch schon Streiter gesehen, die ohne jegliche Rüstung in die Schlacht gezogen sind, diese jedoch hat man auch nie wieder gesehen.
Besonders die nicht berufsmäßigen Armeen haben eher ärmliche Ausrüstung, hier kommt es meist nicht über den überlebenswichtigen Helm hinaus.
Beim Waffenbild bleibt festzustellen, dass das Schwert, sowie Wuchtwaffen sich der größten Beliebtheit erfreuen. Zwar werden auch vereinzelt Stangenwaffen benutzt, diese jedoch nur in großen Verbänden fester Armeen.
Besonders zu erwähnen seien die Feuerrohre, deren Ladungen jeden Gepanzerten sofort zu Boden zwingen. Diese Waffen sind so gefährlich und kompliziert, dass sie nur von speziell ausgebildeten und im Handwerk geschulten Kriegern genutzt werden können.
Es gibt kaum stehende Armeen in Grenzbrueck. Einzig die Königin verfügt über ein stehendes Heer, dass ihr jederzeit auf Abruf bereitsteht. Die Akademia Clavis Mundi mit der Akademiegarde sei hier unberücksichtigt. Alle anderen Lehnsherren setzen auf ein Fyrd, dass im Krisenfall, oder bei anderem Bedarf aufgestellt wird und auf Kosten des Lehnsmannes ausgerüstet werden muss. Besonders zu erwähnen seien hier die Haderlumpen unter dem Befehl von Ritter Aldemar zu Brechfels. Diese Einheit besteht ausschließlich aus Strafgefangenen, die zum Tode verurteilt sind. Die Haderlumpen stellen oft die Kräfte der ersten Stunde und meistens auch der letzten…Da Haderlumpen nichts mehr zu verlieren haben (inkl. Ihres Lebens) werden sie oft zu Himmelfahrtskommandos eingesetzt.
Des Weiteren seien die Bumms zu nennen, die einzige Einheit in Grenzbrueck, die es vermag das Schießpulver in Verbindung mit den Feuerrohren einzusetzen, ohne sich selber mehr als nötig zu verletzen.

Magie und Alchemie

Magie und Alchemie, ebenso wie auch Wissenschaft und Forschung, sind in Grenzbrueck Sache einer Institution: der Academia Clavis Mundi Grenzbrueckensis, welche durch den Hohen Rat unter Vorsitz des Senator Maximus et Superior, derzeit Magus Anima Cecil d’Ashencourt vertreten wird. Dabei ist Magie heutzutage keinesfalls eine alltägliche Sache in Grenzbrueck. In unserem Spielverständnis stellt sie in heutiger Zeit – anders als etwa in der weit zurückliegenden Vergangenheit des Reiches, als die Hochkultur der Belarthanier und Limester den astralen Raum und diese Kräfte vielfältig nutzten – mehr ein übernatürliches Wunder da. Ihre Anwendung ist gefährlich, nur mit größter Sorgfalt und Obacht darf sie eingesetzt werden und weite Felder der magischen Strukturen sind unerforscht, weshalb das Wirken von Magier unter strenge Auflagen und die Überwachung durch die Academie gestellt wurde. Zauber werden nur sehr selten in der Academie oder auch in ganz Grenzbrueck gewirkt. Sie werden mit gesundem Respekt erforscht und ergründet und nach hermetischem Verständnis analysiert und geordnet und das erworbene Wissen in den großen Bibliotheken der Academie archiviert.
„Die Kerze, mit einem einfachen Lehrlingszauber entfacht, vermag einen großen Schatten zu werfen“, sind die mahnenden Worte, die ein Novize der Academie in den ersten Vorlesungen zu hören bekommt. Ein mit Feuerbällen um sich werfender Kampfmagus wird daher bestimmt nicht aus Grenzbrueck stammen.
Aus den genannten Gründen bedürfen Besucher, wie auch einheimische Magier und Alchemisten, die nicht Mitglied dieser Institution sind, eine Konzession durch die Academie, um Magie straffrei zu wirken oder etwa Tränke herzustellen.
Die Magie spielt aber noch auf der anderen Seite, derjenigen des Feindes eine große Rolle. Der Feind, von welchem hier die Rede ist, ist Morbus (siehe unter Rassen und Monstern), Schattenprinz genannt. Er nutzt die uralten, mystischen Stränge jenes astralen Netzes, das einst vom Volke der Belarthanier gewebt wurde. Er durchdringt sie mit seiner wahnsinnig machenden Essenz und verschafft sich hierdurch Zutritt zu Orten im Reich, die seine Kreaturen auf andere Weise nicht erreichen könnten.

Rassen und Monster

In Grenzbrueck leben an zivilisierten Rassen nahezu ausschließlich Menschen. Überreste alter Zwergensiedlungen wurden zwar in den Gebirgen gefunden, sind aber verwaist. Einige wenige Elben leben im Norden des Reiches, sie sind im Aufbruch befunden, um das Land ihren Vorfahren gleich über das Meer zu verlassen.

Die Facette an Monstern und widerwärtigen Kreaturen dagegen ist Legion. Vor allem die mannigfaltigen Kreaturen des dunklen Feindes, welche die Schattenlande oder die Orckenmaare bevölkern, zu katalogisieren, würde einen ganzen Almanach füllen. Morbus ist einer der Namen dieses Feindes, nach dem Glauben der meisten Grenzbruecker ein „verstoßener böser Gott, der in irdische Fesseln gelegt wurde und nun nach Befreiung trachtet“.

Im Kriege gegen die Menschen bedient er sich dabei seiner vier Lakaien, sein Feldherr Morbus Hand genannt, sein Prophet Morbus Mund geheißen, sein Seher Morbus Auge und sein Geist verführendes Antlitz. Diese vier Gesellen führen seine Legionen an Schatten, Untoten, Orcken und anderem widerwärtigen Gezücht.

Die Orcken aber sollen hier ebenso wie die Rattenmenschen noch gesondert erwähnt sein. Erstere besiedeln die Ruinenstätten des alten Belartha, nunmehr die Orckenmaare genannt, letztere aber sind erst vor kurzer Zeit in vielen Teilen des Landes aufgetaucht und ihr Ursprung und ihr Ansinnen ist noch unergründet.


Grenzbrueck e.V., Maria Welter, Reuterweg 65, 53332 Bornheim, 02222/938731, vorstand[bei]grenzbrueck.de, www.grenzbrueck.de

Bei Mailadressen müssen die [bei] durch @ ersetzt werden.


Kurzdaten:

Kurzbeschreibung: 13-14. Jhr. Fantasy, Königreich, absolutistische Monarchie
Einsteiger gewünscht?: Ja (nach Absprache)
Hauptspielgegend: Hennef/Sieg und Köln/Bonn
Kriegszugsgruppe: C   

Eine kleine Bitte: Wer auf einem CON einen Charakter aus diesem Land spielen möchte, sollte vorher die Kontaktperson darüber informieren. Denn diese haben meistens noch mehr Informationen über das Land - und es wäre doch schade, wenn man einen Ritter darüber aufklären müßte, daß in seinem Heimatland nur Schafe und Elfen, aber keine Menschen leben.


Unsere CONBerichte-Datenbank enthält ein paar CONs des Veranstalters:
TitelVeranstalterBerichtautor
Tales of Melee NightsSchwarze Rose und GrenzbrückChristoph Schweers aka Chewie (SC)
Tales of Melee NightsDSR Drow -Team / Grenzbrück e.V. / KhardozChristoph Schweers aka Chewie (SC)

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Diese Seite wurde geändert am 04.09.06.