"Der Batzen, das wohl edelste Stück saalescher Prägekunst,
steht für vierzehn Skrupel, gemachet aus reinstem Silber oder 196
Bracteaten gemachet aus dem gediegenem Kupfer der Provinz Kupferlande.
So Ihr einen Batzen erhaltet bewahret ihn wohl, denn er ist aus purem Golde
gefertigt und dieses ist sehr selten im Saaleschen Land. Für seine
Echtheit verbürgt sich das gesamte Land, steht er doch für das
Gleichgewicht der Kräfte.
Gepräget als sechsseitige Pyramide, symbolisiert er die Macht
der Neun. Neun Köpfe im Reichsrat sieben Symbole der Macht; und
doch - das Gleichgewicht bleibet gewahrt.
Das Blatt der heiligen Eichen stehet auf der ersten Seite. Dieses ist
das Symbol der Provinz Hoheneichen. Es verkörpert die mystischen und
magischen Kräfte des Landes. Hexen und Dryaden Druiden und Feen,
alle sie existieren seit Jahrhunderten. Das Große Orakel, Zeichen
der Weisheit gelegen zu Füßen der Felsnadel, an der alle zwei
Jahre ein Himmelschiff erscheint, deren erstes dem Land die Einheit brachte.
Mit den Rotnebelsümpfen im Westen und dem Urwald im Norden ist die
Provinz wild und ursprünglich. Und doch leben hier Menschen und Elfen,
haben sich Städte wie Dessa und Wittbergen gebildet.
Gleich neben dem Eichenblatt auf der Münze das offene Buch der
Freien Reichsstadt Wittbergen. Gelegen in eben jener Provinz Hoheneichen
stehet diese Stadt für die Ansammlung des Wissens. Nicht so sehr Handel,
sondern Bildung und Weisheit prägen die Stadt. Das Buch stehet so
für die "Academia Wittbergensis", eine Akademie fast so alt wie das
Land selbst. Seit Jahrhunderten streben die Wissensdurstigen des Landes
hierher um zu lernen, um Teil der allschöpferischen Weisheit der Welt
zu werden.
Siehet man weiter auf den Seiten der Pyramide so erscheinet nun eine
Weinrebe. Gar vollmundig mutet ihr Anblick uns an. Zeichen ist sie für
die Provinz Quedlinburga, einem Landstrich mit sanften von Weinreben bewachsenen
Hängen entlang der altehrwürdigen Saale. Der breite Strom windet
sich in zahlreichen Biegungen durch die Provinz. In eben jenen gelegen,
entstanden Städte und stolze Residenzen. So die Feste derer zu Falkenstein,
dem altehrwürdigen Geschlechte, dass bis heute die Geschicke der Provinz
lenkt und die Ordensburg im Süden der Provinz, deren Ritter auf ihren
rassigen Pferden die Grenzen des Reiches hier schützen.
Neben der Rebe stehet das Salz. Salzstern und Salzpfanne kennzeichnen
die Freie Reichsstadt Halla - größte Stadt des Landes, gelegen
an der Saale inmitten Quedlinburgas, Sitz mächtiger Gilden. Das Salz
machte sie groß, die Bitterschmeckkugeln sie berühmt, ihre Kultur
sie unverkennbar. Will man erfolgreichen Handel treiben im Saaleschen Land,
so kann man Halla nicht übergehen. Die fähigsten Handwerker und
Händler nennt die Stadt ihr eigen. Abordnungen aus entfernten Landen
haben hier ihren Sitz.
Als fünftes Symbol folget nun die Sichel. Gerste und Weizen, Hafer
und saftiges Gras werden geschnitten mit Sichel und Sense Kennzeichen
der Provinz Meldranien. Weite Felder, saftige Weiden hier gibt es alles
an Nahrung; vom Obst bis zu den Fischen des Honigsees. Die Menschen dieser
Region leben noch recht ursprünglich in größeren Hofverbänden,
sanft geführt von der Hand des Barons. Giebichenstein, schönste
Stadt der Region, ist weithin berühmt für seine hervorragende
Krummsäbelschmiede. Solch Krummsäbel sind auch Zeichen der „Saalier„,
des stehenden Heeres des gesamten Landes.
Nun, als sechstes und letztes stehet die Spitzhacke unabdingbares
Merkmal des Bergbaus der Provinz Kupferland. Ebenso hart wie der Fels der
Kristallberge ist auch der hiesige Menschenschlag, geführet von seinem
Baron. Grün sind die Dächer von Grünspan, Kupferlands Hauptstadt.
Wo man auch hinschaut, der Reichtum dieser Provinz an Kupfer ist unverkennbar.
Zwerge und Halblinge trifft der Reisende auf all seinen Wegen. Südlich
von Grünspan prägt ein anderes Bild die Landschaft. Bardenhain
ein kleines Städtchen nahe der Unstrut ist voller Lebenskraft und
Poesie. Hier leben sie, die Dichter , Barden und Geschichtenerzähler,
die so beliebt sind in den anderen Landstrichen.
Und so stehen sie Seite an Seite. Vier Provinzen, zwei Freie Reichsstädte
- vier Barone, vier freie Bürger. Doch über allem stehet der
eine der Landesherr. Gewählt von den acht auf Lebenszeit vereinigt
er Kraft und Ideen dieser zum Wohle des Landes. Sein Thron steht als Symbol
der Einigkeit am Boden der Pyramide. Er einigt die Kraft aller, bevor diese
in alle Richtungen verfliegt.
Und damit dem Leser zu kund, jegliches Volk im Saaleschen Land kennt
den Batzen und weiß seinen Wert einzuschätzen, denn die Zeichen
dieser gar seltsam anmutenden Münze kann jeder, ob arm oder reich,
deuten. Auch werden im gesamten Land nur Batzen, Skrupel und Bracteaten
als Geldmittel akzeptieret, da der Reichsrat sich für dies verbürget.
Der Reisende ist auf Wechselstuben angewiesen, will im Lande mit Geld er
bezahlen."
Siehe auch:
Die Landkarte des Saaleschen Land
Terra Saalae e.V., Kerstin Glogert, Siemensstraße 10, 12247 Berlin, 0345/ 2941161, aduial[bei]gmx.de, www.terra-saalae.de
Bei Mailadressen müssen die [bei] durch @ ersetzt werden.
Eine kleine Bitte: Wer auf einem CON einen Charakter aus diesem Land spielen möchte, sollte vorher die Kontaktperson darüber informieren. Denn diese haben meistens noch mehr Informationen über das Land - und es wäre doch schade, wenn man einen Ritter darüber aufklären müßte, daß in seinem Heimatland nur Schafe und Elfen, aber keine Menschen leben.
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