Das Saalesche Land

Auszug aus der "Wechselkunde für den Kaufmann", 237. Ausgabe, Halla 319 n. AH.:

"Der Batzen, das wohl edelste Stück saalescher Prägekunst, steht für vierzehn Skrupel, gemachet aus reinstem Silber oder 196 Bracteaten gemachet aus dem gediegenem Kupfer der Provinz Kupferlande. So Ihr einen Batzen erhaltet bewahret ihn wohl, denn er ist aus purem Golde gefertigt und dieses ist sehr selten im Saaleschen Land. Für seine Echtheit verbürgt sich das gesamte Land, steht er doch für das Gleichgewicht der Kräfte.
Gepräget als sechsseitige Pyramide, symbolisiert er die Macht der Neun. Neun Köpfe im Reichsrat – sieben Symbole der Macht; und doch - das Gleichgewicht bleibet gewahrt.
Das Blatt der heiligen Eichen stehet auf der ersten Seite. Dieses ist das Symbol der Provinz Hoheneichen. Es verkörpert die mystischen und magischen Kräfte des Landes. Hexen und Dryaden – Druiden und Feen, alle sie existieren seit Jahrhunderten. Das Große Orakel, Zeichen der Weisheit gelegen zu Füßen der Felsnadel, an der alle zwei Jahre ein Himmelschiff erscheint, deren erstes dem Land die Einheit brachte. Mit den Rotnebelsümpfen im Westen und dem Urwald im Norden ist die Provinz wild und ursprünglich. Und doch leben hier Menschen und Elfen, haben sich Städte wie Dessa und Wittbergen gebildet.
Gleich neben dem Eichenblatt auf der Münze das offene Buch der Freien Reichsstadt Wittbergen. Gelegen in eben jener Provinz Hoheneichen stehet diese Stadt für die Ansammlung des Wissens. Nicht so sehr Handel, sondern Bildung und Weisheit prägen die Stadt. Das Buch stehet so für die "Academia Wittbergensis", eine Akademie fast so alt wie das Land selbst. Seit Jahrhunderten streben die Wissensdurstigen des Landes hierher um zu lernen, um Teil der allschöpferischen Weisheit der Welt zu werden.
Siehet man weiter auf den Seiten der Pyramide so erscheinet nun eine Weinrebe. Gar vollmundig mutet ihr Anblick uns an. Zeichen ist sie für die Provinz Quedlinburga, einem Landstrich mit sanften von Weinreben bewachsenen Hängen entlang der altehrwürdigen Saale. Der breite Strom windet sich in zahlreichen Biegungen durch die Provinz. In eben jenen gelegen, entstanden Städte und stolze Residenzen. So die Feste derer zu Falkenstein, dem altehrwürdigen Geschlechte, dass bis heute die Geschicke der Provinz lenkt und die Ordensburg im Süden der Provinz, deren Ritter auf ihren rassigen Pferden die Grenzen des Reiches hier schützen.
Neben der Rebe stehet das Salz. Salzstern und Salzpfanne kennzeichnen die Freie Reichsstadt Halla - größte Stadt des Landes, gelegen an der Saale inmitten Quedlinburgas, Sitz mächtiger Gilden. Das Salz machte sie groß, die Bitterschmeckkugeln sie berühmt, ihre Kultur sie unverkennbar. Will man erfolgreichen Handel treiben im Saaleschen Land, so kann man Halla nicht übergehen. Die fähigsten Handwerker und Händler nennt die Stadt ihr eigen. Abordnungen aus entfernten Landen haben hier ihren Sitz.
Als fünftes Symbol folget nun die Sichel. Gerste und Weizen, Hafer und saftiges Gras werden geschnitten mit Sichel und Sense – Kennzeichen der Provinz Meldranien. Weite Felder, saftige Weiden – hier gibt es alles an Nahrung; vom Obst bis zu den Fischen des Honigsees. Die Menschen dieser Region leben noch recht ursprünglich in größeren Hofverbänden, sanft geführt von der Hand des Barons. Giebichenstein, schönste Stadt der Region, ist weithin berühmt für seine hervorragende Krummsäbelschmiede. Solch Krummsäbel sind auch Zeichen der „Saalier„, des stehenden Heeres des gesamten Landes.
Nun, als sechstes und letztes stehet die Spitzhacke – unabdingbares Merkmal des Bergbaus der Provinz Kupferland. Ebenso hart wie der Fels der Kristallberge ist auch der hiesige Menschenschlag, geführet von seinem Baron. Grün sind die Dächer von Grünspan, Kupferlands Hauptstadt. Wo man auch hinschaut, der Reichtum dieser Provinz an Kupfer ist unverkennbar. Zwerge und Halblinge trifft der Reisende auf all seinen Wegen. Südlich von Grünspan prägt ein anderes Bild die Landschaft. Bardenhain – ein kleines Städtchen nahe der Unstrut ist voller Lebenskraft und Poesie. Hier leben sie, die Dichter , Barden und Geschichtenerzähler, die so beliebt sind in den anderen Landstrichen.
Und so stehen sie Seite an Seite. Vier Provinzen, zwei Freie Reichsstädte - vier Barone, vier freie Bürger. Doch über allem stehet der eine – der Landesherr. Gewählt von den acht auf Lebenszeit vereinigt er Kraft und Ideen dieser zum Wohle des Landes. Sein Thron steht als Symbol der Einigkeit am Boden der Pyramide. Er einigt die Kraft aller, bevor diese in alle Richtungen verfliegt.
Und damit dem Leser zu kund, jegliches Volk im Saaleschen Land kennt den Batzen und weiß seinen Wert einzuschätzen, denn die Zeichen dieser gar seltsam anmutenden Münze kann jeder, ob arm oder reich, deuten. Auch werden im gesamten Land nur Batzen, Skrupel und Bracteaten als Geldmittel akzeptieret, da der Reichsrat sich für dies verbürget. Der Reisende ist auf Wechselstuben angewiesen, will im Lande mit Geld er bezahlen."

Siehe auch:
Die Landkarte des Saaleschen Land


Terra Saalae e.V., Kerstin Glogert, Siemensstraße 10, 12247 Berlin, 0345/ 2941161, aduial[bei]gmx.de, www.terra-saalae.de

Bei Mailadressen müssen die [bei] durch @ ersetzt werden.


Kurzdaten:

Kurzbeschreibung:
Einsteiger gewünscht?: nach Kontaktaufnahme mit der Orga
Hauptspielgegend:
Kriegszugsgruppe: C   

Eine kleine Bitte: Wer auf einem CON einen Charakter aus diesem Land spielen möchte, sollte vorher die Kontaktperson darüber informieren. Denn diese haben meistens noch mehr Informationen über das Land - und es wäre doch schade, wenn man einen Ritter darüber aufklären müßte, daß in seinem Heimatland nur Schafe und Elfen, aber keine Menschen leben.



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Diese Seite wurde geändert am 06.05.04.