Taeria

Taëria, taërianisch

(Auszug aus der "Encyclopedia Terrae Mediae" Kapitel 24- Über Land und Leute, Band VIII, Seite 212, 2. neu bearbeitete Auflage 1545 p.i.) Landschaft in den Mittellanden, bestehend aus den Grafschaften Cellis, Hildesia, Ostmark, Rewock, Wesfurth, Heidmark, der Freistadt Hanovéra, und den alten, von jeher Teil Taërias, nur jetzt wiedervereinten Provinzen Auenthal, Deisterwalt, den im Jahre 1547 heimgeholten Protektoraten Osnienburgh, Westmark und Porta Okostria sowie dem gemeinsam mit Trigardon verwalteten ehemaligen Ringlanden.

Hauptstadt ist die mit 13.000 Einwohnern größte Stadt Hanovéra, der König dieses schönen Landes ist der minderjährige Hagen I., für den der Rat der Höchsten und Edelsten Taërias bis zu dessen Volljährigkeit die Regentschaft übernimmt.

Geographie und Landschaftsbild

Taëria ist, begrenzt durch die Länder im Süden, Osten und Norden, ein schönes Land mitten im nördlichen Teile des mittelländischen Kontinents. Taëria wird von vielen kleinen und zwei großen Flüssen, der Wesa und der Alern durchflossen, die Hauptstadt durchfließt die Linus, der schließlich in die Alern mündet. Das größte stehende Gewässer ist der grüne See, der wegen seiner eher mysteriösen Umgebung und allerlei Gerüchten von den Einwohnern eher gemieden wird.

Landschaftlich ist der Norden Taërias durch Heidelandschaft bestimmt, aber der karge Sandboden beheimatete einstmals ein durchgängiges, dichtes Waldgebiet, von dem als großes, zusammenhängendes Waldgebiet nur der Deisterwalt übriggeblieben ist. Das Waldgebiet, das der Provinz auch seinen Namen gegeben hat, ist bis auf eine Durchgangsstraße noch weitestgehend unerforscht. Der Boden südlich der Linus ist fruchtbarer Lößboden, der wie auch das ganze Land flach ist aber im Süden in bergiges Land übergeht, im Süden Hildesias liegen mit den Harzynischen Bergen die höchsten Erhebungen und einzigen Berge Taerias. Taëria ist reich an Wäldern, Mooren und besonders in der Ostmark an Sümpfen, es ist bis auf die Ballungszentren um die Haupt- und Residenzstädte eher dünn besiedelt, wobei die neuen Provinzen ganz besonders dünn besiedelt sind.

Bevölkerung:

Taëria wird zu mindestens 70% von Menschen bewohnt, die in der Regel Bauern sind, davon die meisten als Leibeigene auf Gutshöfen, es gibt jedoch auch eine größere Anzahl von Freibauern, die meistens auch ein größeres Gut haben. Taëria wird im ländlichen Raum im wesentlichen durch Runddörfer bestimmt, die teilweise mit Wällen umgeben sind. Man kann sagen, das ungefähr nur 20% aller Menschen in den großen Städten leben. Die großen Städte sind Hanovéra, Hildesia, Rewock, Moorburg und Tsellis. Die Elfen, die etwa 15% zählen, halten sich selten außerhalb der Wälder auf und mischen sich eher wenig in die Politik der Menschen ein, genauso wie die Zwerge, die wohl 10% des Volkes zählen und in der weit überwiegenden Mehrzahl ihr Dasein und Unterschlupf in den harzynischen Bergen gefunden haben.

Einzelne Gruppen und Stämme von Orcs halten sich in den Wäldern auf, von ihnen ist weder eine genaue Zahl noch eine Einschätzung ihrer Friedfertigkeit bekannt. Nur ist der letzte Überfall größerer Orc- Horden als Auslöser der Schlacht von Ghumerow vor über 200 Jahren bekannt.

Welche Wesen im weithin unbekannten Deisterwalt noch ihr Dasein fristen, ist bisher unbekannt.

Geschichte

Taëria wurde vor ursprünglich ca. 1500 Jahren von Rittern des Heiligen Ordens Thorgads in Beschlag genommen. Nachdem sie die Eingeborenen unter Kontrolle gebracht und sie in den Lehren Findels und Thorgads unterwiesen hatten, verwaltete der Höchste unter ihnen das Land als gewählter König und machte seine Hauptleute zu Grafen der umliegenden Länder. Um das Jahr 1150 herum wurde auch der Name dieses neuen Landstriches erstmals erwähnt. Man nimmt heute an, das der Name sich aus der Verschmelzung der Ursprache und der Hochsprache der Tempelleute für " Erde" oder "Heimat" ergeben hat.

Im Laufe der Jahrhunderte prosperierte Taëria immer mehr, sodaß es bald weit expandierte, weit über die Grenzen des heutigen Taëria hinaus. Dabei tauchte vor ungefähr 1000 Jahren auch Verkünder einer neuen Religion faktisch aus dem Nichts auf, die sich die Bruderschaft des Xamanoth nannten. Nach anfänglichem Mißtrauen und auch leichten Reibereien, die fast in eine Krieg gemündet hätten, erkannte der Praeceptor dieses Äons die Bruderschaft als Fratres inter opinio deorum, was sie zu einer faktisch gleichgestellten Religion machten. In der weiteren Vergangenheit eroberten sie sich ein Gebiet östlich des Geisquell, und nach ihrem Eid auf den König wurde dieses Gebiet Teil des Reiches. Später dann verschwand die Bruderschaft so plötzlich, wie sie gekommen waren. Nach und nach geriet ihr Glaube in Vergessenheit, nur im Volke der Ostmark blieb er bis heute vorhanden.

Viele Jahre vergingen im Land, das blühte auf und gedieh. Zwar wurden viel Kriege geführt, aber niemals, auch wenn Kriege verlorengingen, gelang es den Feinden, Taëria ganz zu unterjochen. Einzig die Einfälle der Orcs stellten eine Gefahr dar, der man, da man nie genau wußte, woher diese denn nun kamen. So konnte die Armee sie zwar immer wieder zurücktreiben, jedoch nie ganz vernichten.

Die schlimmste Katastrophe jedoch ereilte Taëria erst vor 300 Jahren, als die Große Seuche fast zwei Drittel der Bevölkerung dahinraffte, ohne die Unterstützung der Elfen wäre das gesamte Volk verloren gewesen, aber auch so zogen die Überlebenden sich tiefer nach Zentraltaëria zurück, so daß viele Landstriche verloren gingen.

Das nächste traurige Ereignis war, als der König vor 130 Jahren verschwand und keinen Nachfolger hinterließ. Da eine Prophezeiung die Wiederkehr eines Erben voraussagte, behielt der Rat die Regentschaft für diese Zeit. Jedoch der König kam nicht wieder und die Herren zerstritten sich...

Die neuere Geschichte

Die neuere Geschichte beginnt nicht sehr gut für das Reich. Es ist nur noch ein lockerer Verband von freien Grafschaften, der Rat tagte schon lange nicht mehr. Zudem rief sich Graf Bartus von Rewock bald nach seiner Heirat mit einer wesfurthischen Prinzessin und der Einnahme dieses Geländes durch denselben zum Herzog aus, ein Schritt, der fast zum Bürgerkrieg geführt hätte. Doch bevor dieses passieren konnte tauchte ein legitimer Nachfolger des Königs wieder auf, und während eines Kampfes zwischen der Heidmark und Cellis, den Cellis für sich entscheiden konnte, wurde der König proklamiert, als Boto I. Leider nur fiel dieser König durch große Verschwendungssucht auf, die einzige Tat, die positiv in Erinnerung geblieben war, war die Entsendung des nun neu formierten taërianischen Armee. Diese eroberten dann auch weite Teile des alten Gebietes zurück. Und die Ereignisse überschlugen sich förmlich, die lange verschollene Bruderschaft des Xamanoth tauchte wieder auf und proklamierte sich in der Ostmark neu, unterstellten sich aber dem König als Lehnsherren. Wenig später dann verschwand Herzog Bartus aus Rewock, und ein ehemaliger Söldnerhauptmann und späterer Baron wurde zum neuen Reichsverweser Rewocks bestellt. Bald darauf benannte er das Herzogtum in den Namen seiner Baronie, Westmynd, um und nannte sich fortan Graf von Westmynd. Derweil bekam der Osten unliebsamen Besuch eines Nekromanten, der bald eine Armee Untoter anführte und der neu konsolidierten Bruderschaft arg zu schaffen machte und noch immer macht.

Derweil passierte ein neues Unglück: Der König wurde während eines Reichstages auf der Burg Gemmentrutz getötet. Nur hinterließ er einen Sohn, der von nun am unter dem Namen Hagen I. König von Taëria wurde. Da der König minderjährig ist, regiert der Rat bis zum 18. Geburtstag des Königs stellvertretend für ihn, während dessen Erziehung in den Händen des Praeceptors in Tes´Anrion liegt. Und damit nicht genug, zeigte sich doch der verruchte Graf von Westmynd als zu gierig, und nachdem er versuchte, sich durch die verfassungswidrige Heirat mit der ebenso verruchten Gräfin der Heidmark auf Kosten des Gesamtreiches zu vergrößern und sich größenwahnsinnig selber zum Herzog ausrief, rebellierte das thorgad-. und reichstreue Volk Rewocks und vertreib den Unrühmlichen mit Schimpf und Schande.

Nach der Vertreibung des Usurpators standen noch einige andere Probleme an, die Niederwerfung des nekromantischen Aufstandes in der Ostmark, die Befreiung des Volkes in den Protektoraten Westmark, Porta Okostria und Osnienburgh, wo noch ein alter Tempel der Bruderschaft des Xamanoth wiederentdeckt wurde, und nicht zuletzt die humanitären Hilfsaktionen, die dem darbenden Völkern von der Ringlande -gemeinsam mit unseren Brüdern aus Trigardon- und von Schönland vor der humanitären Katastrophe bewahrten.

Aber so man hoffte, Ruhe fand das leidgeplagte Land auch so wieder nicht! Auch jetzt näherte sich das Übel wieder aus der Gemeinschaft heraus. Eine Abteilung Sturmtruppen aus Hildesia, die den Namen „Wehr zu Brunswick" trägt, wurde mit der Verwaltung der Provinz Auenthal beauftragt. Gestreng nach ihrem sehr harten Kodex verwalteten sie die Provinz fast zu Tode und zogen sich den Unwillen der Bevölkerung, des lokalen Adels, ihrer direkten Nachbarn und auch der Bruderschaft des Xamanoth zu, da sie aus ihrer fanatischen Verehrung Thorgads aber auch sehr ausufernden Verachtung des Xamanoth keinen Hehl machten. Als sie letztlich Ludwig, Graf von Cellis in seinem eigenen Lande brüskierten, schaltete der den Rat der Höchsten und Edelsten zu Taeria ein, welcher die Militärverwaltung der Wehr für die Provinz Auenthal beendete und die gesamte Wehr nach Schönland strafversetzte.

Dort sich selbst überlassen bildete sich bald unter den nun voller Zorn auf die Obrigkeit und ihrem - so meinten sie- völlig unfairen und kleinkariertem Verhalten ein kleines Klüngel von Offizieren, die Schönland vom Reich lossagten und ihre eigene Regierung ausriefen. Der Rat der Höchsten und Edelsten Taerias, froh die Wehr los zu sein, liess sie gewähren.

Wirtschaft

Die Währung Taërias ist das Rad, da sich in 10 Silber und 100 Kupfer unterteilt. Das taërische Goldrad hat wegen seiner Seltenheit einen hohen Marktwert.

Die Hauptexportgüter sind Salz und Pferde, da in Taëria bedeutende Pferdezüchtungen und große Salzminen besitzt. Auch ein wichtiges Exportgut ist Petroleum, das hier in der Provinz Cellis reichlich vorhanden ist.

Bedarf besteht in Taëria besonders an Erz, da Bergbau mangels Bergen eher selten anzutreffen ist. Desweiteren besteht Bedarf an allen Arten von Wein, obwohl Met in guter Qualität aber in miserabler Quantität vorhanden ist. Die wichtigste Handelsstadt ist Hanovéra, wodurch die Stadt auch ihre Eigenständigkeit bekam und noch heute hat. Sie hat sich schlicht und einfach vom König losgekauft.

Soziales

Taëria ist eine streng hierarchisch aufgebaute Monarchie, die Oberhoheit liegt zur Zeit in den Händen des Rates der Höchsten und Edelsten Taërias. Es gibt eine breite Unterschicht, die größtenteils aus Leibeigenen und Tagelöhnern besteht. Die vergleichbar große Mittelschicht besteht aus Bauern und Handwerkern, die Oberschicht bildet sich aus dem Adel und besonders in Hanovéra aus reichen Händlern. Es gibt jedoch kaum Klassenkonflikte, da das Schicksal nach der Lehre Thorgads in einem früheren Leben selbstverdient ist und daher ohne Murren zu ertragen ist. Einen Staat im Staate stellen sowohl der Orden Thorgads als auch die Bruderschaft des Xamanoth dar, die in ihren Orden eigene Regeln kennen und befolgen müssen. Mittelpunkt der Bruderschaft des Xamanoth ist ein Kastensystem bestehend aus vier Kasten mit den jeweiligen Oberhäuptern der Kasten. Die Kirche des Xamanoth ist kürzlich ob ihrer langjährigen Verdienste vom Rat der Höchsten und Edelsten im Range der Kirche Thorgads gleichgestellt. Das Oberhaupt der Thorgatischen Kirche ist der Praeceptor. Ebenso ist in Wesfurth die kleine Ordensgemeinschaft des Prismus bekannt, über deren Ziele und Aufgaben jedoch bis dato nichts näher bekannt ist!

Siehe auch:
Die Landkarte Taerias


Taëria IG, Andreas Gertz, Osnabrücker Landstr. 31, 30926 Seelze, 05137/4393, Andreas_Gertz[bei]gmx.de, www.taeria.org

Bei Mailadressen müssen die [bei] durch @ ersetzt werden.


Kurzdaten:

Kurzbeschreibung: Königreich, feudaler Rat regiert
Einsteiger gewünscht?: nach Absprache gerne
Hauptspielgegend: um Hannover
Kriegszugsgruppe: C   

Eine kleine Bitte: Wer auf einem CON einen Charakter aus diesem Land spielen möchte, sollte vorher die Kontaktperson darüber informieren. Denn diese haben meistens noch mehr Informationen über das Land - und es wäre doch schade, wenn man einen Ritter darüber aufklären müßte, daß in seinem Heimatland nur Schafe und Elfen, aber keine Menschen leben.


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TitelVeranstalterBerichtautor
Hildesia 6Taeria IGBohnsack, Stefan (NSC?)

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Diese Seite wurde geändert am 30.01.05.